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Wellendichtring Kurbelwelle hinten B20

Aus networksvolvoniacs.org

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Hallo liebe Schraubergemeinde,

morgen will ich mal an den Ölverlust vom P121 dran, ich vermute als Übeltäter den Simmerring hinter der Schwungscheibe.
Dazu 2 Fragen:
1. Skandix empfiehlt in deren Katalog, dass bei der neuen Bauform ohne Feder ( PTFE )der Ring unbedingt trocken eingesetzt werden soll, ohne Schmierung durch Fett oder Öl. Leuchtet mir nicht ein, zumindest ein Tropfen Öl reduziert doch unnötige Reibung und Temperaturentwicklung beim Erst-Start. Hat Uli ja auch so beschrieben. Was sagt Ihr?
2. Skandix schreibt auch von einer Wartezeit ( von bis zu 8 h ), damit sich die Dichtlippe setzen kann. Habt Ihr davon schon mal etwas gehört?

2012, nach der Montage des überholten Motors, kam es relativ schnell zu Ölflecken unter dem Auto, vielleicht lag es ja an einem der oben genannten Punkte? Die Lauffläche auf der KW war ohne Riefen.

Öl im Getriebe und Overdrive ( J-Type )will ich dann auch gleich wechseln. Was fahrt Ihr? HD 30 von Liqui Moly wollte ich holen.

Falls jemand Langeweile hat und mitschrauben will im Gallusviertel in Frankfurt/M: Melden!

Grüße an die Runde und guten Rutsch!

Frank

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Hej Frank,

das Thema Simmerimg trockene oder feuchte Montage hatten wir kürzlich ...

http://www.networksvolvoniacs.org/index.php/Spezial:AWCforum/st/id9813/Anzugsmoment_Mutter...

http://www.fachwissen-dichtungstechnik.de/Kapitelseiten/Kapitel08.html

wobei ich mich bei der trockenen Empfehlung auch irgendwie unwohl fühle...



mein J-Overdrive fährt seit 30 Jahren mit Castrol GTX 15W40...
auf Empfehlung vom Heinz Bachmann aus Günne am Möhnesee,
welcher mein Getriebe seinerzeit überholt hat und
überregional als Konifere auf diesem Gebiet anerkannt ist...

Grüsse Magnus

Clicked A Few Times
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Moin

Auf dem Youtube-Kanal AmazonCars ist gerade neu ein Video über die hintere Kurbelwellendichtung.
Dort schmiert er für die Montage etwas Fett auf die Kurbelwelle.

https://youtu.be/FM_EO6ja8Ss

Von meinem Gefühl her, empfinde ich es auch eher seltsam, es trocken einzubauen. Ev. sind neue Dichtungen anders oder besser als die früheren Modelle!?!?

Ein schönes neuen Jahr.

VG Dirk

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Hallo Frank,

ich empfehle Getriebeöl Gl4 SAE 85 W 90 gerne auch von Liqui Moly. Es kommt hier aber weniger auf den Hersteller an sondern auf die Spezifizierung. Also am wichtigsten ist demnach das Gl4.

Das damals von Volvo emfohlene Motorenöl 20W50 führt zu pitting auf den Laufflächen der Nadellager, weil es eben ein Motorenöl und kein Getriebeöl ist. Wer unbedingt Motorenöl in sein Getriebe kippen will, sollte auf Öl für den alten Mini zurückgreifen, da haben Getriebe und Motor einen gemeinsamen Ölkreislauf und siehe da, da taucht das Gl4 wieder in der Ölspezifikation auf.

Hierzu möchte ich auf meinen Thread über mein durchrutschendes Overdrive aufmerksam machen:

http://www.networksvolvoniacs.org/index.php/Spezial:AWCforum/st/id9099/Overdrive_rutscht_b...

Lies Dir die Beiträge durch. Ich habe wie im Thread beschrieben Übermaßkolben für mein Overdrive gebaut. Die erste Ölfüllung war dannein Gl4-Getriebeöl SAE 80 W 85 oder war es SAE 80 W 90. Auch mit diesem Öl rutsche das Overdrive in Untersetzten Gang gelegentlich durch. Ich vermutete hierfür zwei Ursachen. Erstens: Ich hatte O-Ringe für die Übermaßkolben in zwei Schnurstärken zur Auswahl, 2,4 und 2,6 mm. Ich entschied mich für 2,4 mm. Zweitens: Falsches Öl.

Mitlerweile stellte ich das Öl auf SAE 85 W 90 um. Nun ist das OD auch bei warmen Öl stehts Kraftschlüssig, wobei letztes Jahr gab es kein so riuchtig heißen Temperaturen.

Dass mein Overdrive ein D-Typ ist, sollte hier nicht von Belang sein.

Viele Grüße,
Moritz

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Hallo Frank!

@
1. Skandix empfiehlt in deren Katalog, dass bei der neuen Bauform ohne Feder ( PTFE )der Ring unbedingt trocken eingesetzt werden soll, ohne Schmierung durch Fett oder Öl. Leuchtet mir nicht ein, zumindest ein Tropfen Öl reduziert doch unnötige Reibung und Temperaturentwicklung beim Erst-Start. Hat Uli ja auch so beschrieben. Was sagt Ihr?

... bei der neuen Bauform ohne Feder ...

Ohne Feder? Das hat für mich was mit " das neue Soundso jetzt mit neuer Rezeptur" zu tun!

Bei einem bewährtem (oder schon miesen) Produkt lässt man was weg und verkauft es als die neuste Innovation, natürlich mit einem ordentlichen Preisaufschlag. Nicht um den Kunden was gutes zu tun, sondern um den Profit zu erhöhen!

Oder "jetzt mit 20% mehr Inhalt", natürlich auch mit einer Preiserhöhung, um nach 4 Wochen den gleichen Preis für die Tube mit der alten Menge zu nehmen!

In der Lebensmittelbranche gibt es die Mogelpackung des Monats und des Jahres, gibt es die nicht auch für Technisches? Mir fallen auf Anhieb mehrere Kandidaten ein.

@
2. Skandix schreibt auch von einer Wartezeit ( von bis zu 8 h ), damit sich die Dichtlippe setzen kann. Habt Ihr davon schon mal etwas gehört?

Das musst du mal einem Chef oder Betriebsleiter in der produzierenden Industrie erklären, dass, nachdem die Betriebsschlosser einen Simmerring getauscht haben, die Presse oder Abfüllanlage jetzt "von bis zu 8 h" stehen muss bis sich der neue Ring gesetzt hat .

@
2012, nach der Montage des überholten Motors, kam es relativ schnell zu Ölflecken unter dem Auto, vielleicht lag es ja an einem der oben genannten Punkte? Die Lauffläche auf der KW war ohne Riefen.

Hattest du eine Einbauhilfe, ein Werkzeug damit der Flansch mit Simmerring genau im Zentrum sitzt? Eine gewisse Außermittigkeit des Simmerings zur Welle kann der Ring ausgleichen (einige Hundertstel Millimeter), wenn es aber zu viel ist läufts von Anfang an. Nicht umsonst gab es bei den Volvohändlern ein Zentrierwerkzeug für den Stirndeckel und den Flansch hinten wenn die Filzringe getauscht werden mussten.

Geh in Frankfurt in eine Firma die Lager verkauft, dort kannst du auch jeden Simmerring bestellen. Erklär ihnen für was du ihn brauchst, wo er hinkommt, gegen was er abdichten und was er nicht durch lassen soll. Das ist kein spezieller Volvo-Simmerring, sondern ein Teil mit metrischen Maßen und er wird vermutlich auch noch billiger sein! Bei der Gelegenheit überprüfe auch noch das Pilotlager in der Kurbelwelle, mach beim geringsten Zweifel ein neues rein oder schmiere zumindest das Alte mit frischem, dem richtigen Fett. Die Bezeichnung für das Lager ist 6202! Dieses Lager, ein Normfuzzylager, kostet um, im Internet unter 5 Euro. Wenn ein neues dann kannst du auch ein beidseitig abgedichtetes, ein 2R-Lager nehmen. Das Problem aber wird das passende Ausziehwerkzeug für das Lager zu finden?

Welches Öl im M41 war hier schon mal ausführliches Thema und ich bin ehrlich gesagt verunsichert? Das M41 in meinem Amazon ist zwischen 4-500000 Kilometer gelaufen und ich bin immer 15/40 gefahren. 2005 hatte ich es neu gelagert, nicht weil etwas defekt war, sondern weil ich ein neues Overdrive drangebaut hatte und Lager, Nadeln, Dichtsatz sowieso da lagen. Ich muss gestehen, dass ich seitdem das Öl nicht mehr gewechselt habe.

Einen schönen Jahreswechsel
Bernhard

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Hallo Leute,

danke für euren Input.
Habe gestern geschraubt, es war wohl nicht der Simmering.
Nachdem ich die Verstärkungsbrücke zwischen Motorblock und Kupplungsbrücke abgeschraubt hatte konnte man sehen, dass die frischen Öltropfen an den Schrauben der Ölwanne hingen. Habe die Schrauben dann leicht(!) nachgezogen, wird aber wohl nix bringen, werde es beobachten.
Dem KW-Ring kann man durch den entstehenden Spalt sehen, ein Abstreifen mit einem sauberen Lappen an Draht zeigte, dass der trocken war.
Den ganzen Motor ausbauen war mir zu viel Arbeit, hatte auch keine Ölwannendichtung da.
Aber immmerhin: Neues Kupplungsseil und neuen Silentblock in der Getriebetraverse eingebaut, Kupplung fluffig wie nie, mit gutem Druckpunkt und gefühlt schaukelt der Wagen sich jetzt weniger auf.

Zentriert habe ich den Ring damals nach Gefühl mit einer Fühlerlehre, ob das was gebracht hat?

Ich werde auch künftig diese Ringe geölt einsetzen und keine 8 Stunden warten, falls ich da mal wieder ran muss.

Verdeckte Preiserhöhungen durch weniger Inhalt haben besonders große Marken gerne mal im Programm, z.B. Ferrero etc. Sollte man einfach nicht kaufen.

Guten Rutsch!

Frank

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Hallo zusammen. Erstmal ein gutes neues Jahr zusammen.
Zum Thema Simmerringe schmieren oder nicht schmieren:

Herkömmliche Simmerringe aus Gummi/Kautschuk Material und der Ringfeder auf der Innenseite, kann man mit Fett oder Öl einschmieren, so wie
man das schon schon Jahrzehnte macht.
Man nahm bisher an, dass das Gummi nicht trocken auf der Welle laufen darf, weil sonst die Dichtlippe verbrennen würde.
Neue Studien ergaben wohl jedoch, dass das gar nicht nötig wäre und sich keine Nachteile ergeben würde, wenn man die Simmerringe trocken einbauen würde.
Einbau mit Fett oder Ölschmierung schadet auf jeden Fall nicht!
Ich persönlich baue Simmerringe seit ca 40 Jahren mit Schmierung ein und werde das auch nicht ändern.
In manchen Fällen kürze ich die Ringfeder auf der Innenseite der Simmerringes um ca 5mm. Man kann die Feder an ihren Stoss durch gegenläufiges verdrehen öffnen, kürzen und wieder zusammen"schrauben"
Dadurch erhöht man den Druck auf die Welle etwas.
Wende ich an, wenn ich eine eingelaufene Welle habe, keine Reparaturbuchse erhältlich ist, oder man sonstwie "gefechtsmässig" eine "Feldreparatur" bei starkem Ölverlust machen muss.

Die neuartigen Simmerringe aus PTFE Material OHNE innenliegende Feder darf man NICHT fetten oder ölen.
Den genauen Grund hierfür konnte mir bisher noch keiner wirklich erklären, scheinbar verträgt das Material das Schmiermittel nicht, obwohl es gegen
ebenjenes abdichten soll.
Den meisten PTFE Simmerringen lag bisher eine Anweisung in der Packung bei, in der darauf hingewiesen wird sie NICHT zu schmieren beim Einbau.
Die von Skandix erwähnten 8 Stunden Ruhezeit damit sich die Dichtlippe anlegen kann ist natürlich völlig übertrieben. Unsere Kunden würden in die Luft gehen, wenn wir denen sagen würden, dass ihr Wagen zwar fertig ist, er aber noch nen Arbeitstag stehen muss, weil der Simmerring sich 8 Stunden Zeit erbeten hat um
sich in Ruhe zu entfalten....
Bei normaler Werkstatttemperatur von etwa 16 bis 18 Grad reichte bisher immer 1-2 Stunden vollkommen aus.
Für mich privat verwende ich bei allen Oldtimern nur die alte Bauform aus Gummi,weil ich nur mit Klassikmotorölen arbeite und ich dem Zusammenspiel von modernen Materialien wie PTFE und klassischen Ölen nicht traue.

Hier unten hab ich noch nen Link zum Thema Simmerringe eingefügt, ich hoffe er funktioniert.

Schönen Abend und Grüße vom Sofa
ROY


[1]
Editiert am Mon 3. Jan. 2022, 0:54:25 von Sstrayy

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Quote:V121 29. Dec., 17:01
Hallo liebe Schraubergemeinde,

morgen will ich mal an den Ölverlust vom P121 dran, ich vermute als Übeltäter den Simmerring hinter der Schwungscheibe.
Dazu 2 Fragen:
1. Skandix empfiehlt in deren Katalog, dass bei der neuen Bauform ohne Feder ( PTFE )der Ring unbedingt trocken eingesetzt werden soll, ohne Schmierung durch Fett oder Öl. Leuchtet mir nicht ein...

Frank


Mir auch nicht. Die Unverträglichkeit von PTFE und Öl kann ja wohl kaum der Grund sein. Sonst wäre dieses Material ungeeignet, gegen Öl abzudichten.

Ist mit der Trocken-Einbauempfehlung womöglich gar nicht die Lippenseite, sondern die Außenseite des Simmerings gemeint?

Gruss,
Jürgen
Editiert am Mon 3. Jan. 2022, 10:06:58 von Elanbaby


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