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Wie montiert ihr euere Hinterradlager ?

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Forum Vet
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Schönen guten Abend zusammen.

Wie ich ja schon bereits berichtet habe, überhole/restauriere ich gerade die Hinterachse von meinem P1800. Immer wieder stosse ich dabei auf weitere unangenehme Überraschungen
Gestern habe ich zufällig beim abpressen der alten Radlager bemerkt, dass beide Antriebswellen zwischen Radlager und Radnaben/Bremstrommelkonus jeweils einen langen Riss haben !
Also nun auch noch neue Antriebswellen besorgen .....
Auf die neuen Antriebswellen will ich natürlich neue Radlager montieren und dabei stellt sich mir folgende Frage :

Wie tief bzw. auf welche Position auf dem konischen Wellenzapfen, montiert man das Radlager ?? Da es keinen Anschlag am Konus gibt, könnte ich ja mit der Presse das Lager "sonstwohin" pressen, was zur Folge hätte, dass sich die Geometrie des Lagers durch das evtl. zu feste und tiefe Aufpressen auf den Konus, durch Aufdehnung verändern würde.
Presse ich es zu locker auf, hält es evtl. auf dem Konus nicht. Gibt es da irgendwelche Maße ? Wie habt ihr das bei eueren Radlagern gemacht ??

Es gab von Volvo unten abgebildete Montagehülse. Kann es sein, dass die Hülse nicht nur zur Montageerleichterung ( Aufpresshilfe die sich am inneren Lagerring abstüzt ) gedacht ist, sondern, dass die Hülse auch die Aufpresstiefe vorgibt, indem man so weit presst bis der Deckel der Hülse am Wellenende ansteht ?


Svo9999.png


Erzählt doch bitte mal von eueren Erfahrungen und Vorgehensweisen.

Es grüßt neugierig
Roy
Editiert am Sun 3. Dec. 2017, 11:16:25 von RKV

Forum Vet
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Herrjeh, das sollte eigentlich in die Technik-Ecke , kann man das verschieben ??
Mit dem "neuen" Forum hab ich so meine Proleme....

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Hallo zusammen,

ich schliesse mich hier mal an. Ich bin ebenfalls am Wechsel der Lager an der Hinterachse Spicer.
Ich erinnere mich, dass die Bremsplatte an einer Seite fix montiert wird und auf der anderen Seite das Spiel eingestellt wird. Jetzt habe mir das Handbuch angeschaut, da finde ich aber nichts welche Seite jetzt gemeint ist.
Wer kann mich aufklären, danke

Gruss Michael

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Die Tiefe vom Radlager,würde mich auch brennend interessieren.Mache im Winter von meinem 56er auch die Spicer Lager neu.

Gruß,Andreas

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Hi,

ich bilde mir, das bei mir ein Anschlag war oder das es zumindest eindeutig war, wie weit das Lager auf die Welle kommt (Buckel Bj 62. Sonst würde ich mich erinnern das es Probleme gab.

Bei mir war auf der linken Seite eine dickere Scheibe und rechts waren 3 verschiedene zum einstellen.

lg
Ingo

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Hallo Zusammen,
da die Halbwellen konisch sind, wird das Radlager nach einer Weile (ich schätze mal ca. 15cm - bitte nicht drauf festnageln^^) feststecken. (Da gehts einfach nicht weiter drauf.) Dann noch einen kleinen Hammerschlag mit dieser Hülse geben. Auf keinem Fall pressen! Mit mehr Druck geht das Lager auch nicht weiter drauf, sondern es geht nur kaputt - oder die Welle, oder Beides^^

So gehts dann weiter:
Simmerringe in die Achsen einpassen.
Dann wird die linke Welle eingeschoben. Fett rein. Die äußere Lagerhälfte etwas einklopfen, so dass sie noch etwas raussteht.
Weiter auf der linken Seite die Bremsankerplatte anschrauben und festziehen. Dabei zieht sich die äußere Lagerhälfte automatisch so weit es geht ran.
Nun auf die rechte Seite: Simmerring, Welle, Fett, äußere Lagerhälfte.

Jetzt wichtig: mal möglichst viele von diesen dünnen Distanzscheiben drunter packen.

Bremsankerplatte aufsetzen und festziehen (da braucht es erst einmal keine selbstsichernden Muttern, da sie wieder runter kommt) und dann die rechte Welle mit einem Schonhammer etwas anklopfen (nicht zu wenig, aber auch nicht wie ein Ochse ;-) ).
Nun auf die linke Seite und das Gleiche von dort (und dann wieder auf die rechte Seite klopfen, damit man beim nächsten Schritt nicht die linke Welle erst noch mitdrücken muss). Damit werden die jeweils äußeren Lagerhälften maximal nach außen gedrückt und das maximale Spiel kann gemessen werden.
Dazu eine Messuhr nehmen und an der rechten Welle ruckeln (mit Kraft mehrfach rein und raus ziehen). Damit schauen wie viel Spiel ist. Ich meine es soll letztlich zwischen 0,07 und 0,2mm sein (idealerweise näher beim weniger Spiel).
Wenn sich die Welle an der Stelle nicht rein und raus bewegen lässt, dann waren es zu wenige von den dünnen Scheiben! Dann mehr davon besorgen und erneut probieren ;-)

Rechte Bremsankerplatte wieder runter nehmen und so viele von den Distanzscheiben wegnehmen! ;-) bis das richtige Spiel erreicht ist. D.h. es kann durchaus sein, dass man das mehrfach macht ;-)

Wenn man das Lagerspiel nun richtig eingestellt hat, kann man auch auf der rechten Seite die Muttern gegen selbstsichernde austauschen, falls man mag. Federring hatte aber seinerzeit wohl auch genügt.

Viele Grüße,
Thomas

PS: Ich meine in einem Werkstatt-Handbuch gelesen zu haben, dass es wohl auch eine alte Version gegeben hat, wo scheinbar links die Distanzscheiben dazwischengepackt wurden. Aber das dürfte vom Prinzip her ziemlich egal sein. Manche legen auch beidseitig unter, damit die Achse/Räder dann exakt in der Mitte vom Wagen steht.. (also falls die Achse selbst exakt mittig hängen sollte - kann man ja mal genau nachmessen wo es besser passt ;-) )
Editiert am Thu 23. Nov. 2017, 22:09:19 von Mrtom

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Hallo Michael Basel.

Ich habe auch schon einige Zeit damit zugebracht, herauszufinden, auf welcher Seite die Ausgleichscheiben reingehören bzw. an welcher Seite eingestellt wird. Laut Teilekatalog und auch Werkstatthandbuch ist es LINKS. Bei mir waren die Einstellscheiben RECHTS verbaut und unser Uli Rennelch seelig, hat in seiner Hinterachsrep.anleitung im Wiki auch erwähnt, dass sich die Scheiben und die Einstellung RECHTS befindet.
Also nix genaues weiss man jetzt wohl nicht . Faktisch ist es Wurscht-EGAL wo man einstellt bzw. wo man die Scheiben hat, im Endeffekt überträgt sich das ganze Spielthema durch das Schiebestück im Differential von links nach rechts und von rechts nach links. Es gibt nicht die geringste Notwendigkeit sich auf eine bestimmte Seite festzulegen, das eingestellte Spiel gilt/wirkt für beide Seiten.
Ich für meinen Teil werde - wie im Werkstatthandbuch - die Linke Seite nutzen.
Übrigens : Das Radlagerspiel beträgt für die Spicer M27 0,07 bis 0,20 mm

@Andy : Nunja, ich konnte bisher leider trotz intensiver Suche keine Einpresstiefenmasse finden und vermute stark, dass diese Einbauhülse SVO1805 die ich weiter oben gepostet hab, die Tiefe vorgibt. Vielleicht hat diese Hülse ja einer aus dem Forum und möchte die Höhe innen in der Hülse mal für uns abmessen, damit wir gewissheit haben ?
Ich habe vor dem abpressen der Radlager von ihrem konischen Sitz, das Maß bis zum äusseren Wellenende abgemessen um wenigstens IRGEND einen Anhaltspunkt zu haben.
Dann habe ich die Wellen einer - vermutlich unangetasteten - Schrottachse, die ich zu Hause habe, rausgezogen und habe das Maß auch dort gemessen .
Ermittelt habe ich an den Wellen meines 64er P1800 mit ungewissem Vorleben der Hinterachse, folgendes:

Abstand von Radlager bis äusserem Wellenende rechte Seite : 111,2 mm
Abstand von Radlager bis äusserem Wellenende linke Seite  : 112,7 mm

also anderthalb Milimeter Unterschied. Ziemlich viel, wenn man bedenkt, dass das Lager auf eine konische Welle gepresst wird und es da um zehntel, wenn nicht gar hundertstel Milimeter geht, was die Geometrie der Lager verändern kann und durch das evtl. zu tiefe einpressen der Lager ( aufweiten des Lagerzentrums ) bewirkt würde.

Die Abstände der vermutlich unberührten "Schrottachse" betrugen :

Abstand von Radlager bis äusserem Wellenende rechte Seite :111,4 mm
Abstand von Radlager bis äusserem Wellenende linke Seite  :111,6 mm

also bedeutend gleichmässiger.......Falls sich hier nichts ergibt, was die Einbaumasse betrifft, werde ich wohl einen Mittelwert von 111,5 für beide Seiten verwenden.


@Cold dog :
Weisst du vielleicht, wie die Hinterachse deines Buckels bezeichnet wird ? Spicer M23 oder M27 ? Oder ist es gar eine ENV ?
Meine ist eine Spicer M27 und da sind definitiv keine Anschläge für die Radlager auf den Achswellen.
Unten mal ein Bild, wo man eine Welle sieht mit und eine eine ohne Radlager . Da sieht man auch gleich einer der Risse die ich an der Welle gefunden habe


Es grüßt momentan NICHT rollend
Roy















Achswelle.JPG
Editiert am Sun 3. Dec. 2017, 11:19:20 von RKV

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AAH Mr.Tom, das mit unseren Posts hat sich jetzt wohl überschnitten
Danke dir für deine toll erklärte Beschreibung ! Also hattest DU die Scheiben jetzt also RECHTS. hm.....
Aber du meinste ja auch wie ich, dass es egal ist wo man einstellt. Das Werkstatthandbuch wo drinsteht, dass Links eingestellt wird, ist wie mein P1800, von 1964.
Ok, also das Lager dann mit Hammer auf die Welle klopfen und nicht pressen. Dann kann ja auch nichts passieren, von wegen Lager aufweiten usw.
Aber hält das Lager dann auch auf der Welle, wenn man es nur leicht anklopft ?? Irgendwie schwierig sich das bildlich vorzustellen. Da lob ich mir doch ein Simples Rollenlager mit zünftigem Anschlag auf der Welle

Grüße
Roy

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Anleitung für P 120, P1800 und PV 544. Vielleicht lässt so ermitteln wo rechts und links ist? Und was "an der rechten Seite des Gehäuses" bedeutet.

http://www.networksvolvoniacs.org/images/1/14/Hnterachse_zusammenbauen.pdf


Die Hinterachse von Spicer erkennt man an den Bolzen in der Deckplatte.
1800E (1971) - 122S (1964) - PV 54408 (1960) - 780 (1988, 1991)

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Hallo Jean, genau dieses Bild, wo die Bremsankerplatte mit den Einstellscheiben abgebildet ist, das schau ich mir die ganze Zeit immer wieder an und könnte wetten, dass das rechts ist ( Anordnung von Handbremsseil und Anordnung kurze und lange Bremsbacke )
Wenn man dann aber in meinem Werkstatthandbuch von 1964 den Text zu RADLAGER ERSETZEN liest, der bei deinem Post jetzt nicht mit abgebildet ist, dann verstehe ich das so, dass man dort von der linken Seite redet auf der eingestellt werden soll.....
Egal, ist ja nicht wirklich wichtig.
Mich würde viel mehr interessieren, ob die Einbauhülse svo1805 die Einbautiefe des Radlagers vorgibt und wie die Maße dieses Werkzeugs sind.

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Hallo Roy,
da du ja die alte Welle vor dir liegen hast, markiere mal wo das alte Lager sitzt, dann press das alte Lager ab.
Dann stelle die Halbwelle senkrecht und lass das alte Lager drauffallen/draufrutschen - es wird recht genau bei der Markierung ankommen ;-) Wenn es satt runtergerutscht ist, wird es schon etwas schwerer es wieder per Hand abzuziehen.
Nun noch etwas rundes nehmen was innen etwas größer als die Welle, aber klein genug ist, dass es das Lager nur innen berührt - Länge egal, muss nur länger als das Wellenende sein, da du sonst nicht das Lager mit dem Hammer erreichst ;-)

Das Lager hält später übrigens alleine dadurch, dass es nirgends hin weg kann - es gibt nur max. die 0,2mm Spiel.

Aus der Erfahrung - musste bei mir gerade vor einem halben Jahr eine Welle wieder rausnehmen, da krumm und vorher nicht bemerkt.. ..nur 500km gefahren.. ..und das Lager war bombenfest auf der Welle.. ..also mit Presse und das war ähnlich stramm drauf wie vorher wo ich das Radlager gewechselt hatte.

Viele Grüße, Thomas

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Grüße dich Thomas,
Genau so werd ich das machen!
Es geht doch nichts über Erfahrungswerte, Werkstatthandbücher kann man oft auf verschiedene Arten interpretieren
Vielen Dank hierfür.
Einen schönen Tag wünsche ich euch allen.
Gruß Roy

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Damit komme ich auch klar,gute Beschreibung.
Hatte bloß noch nichts bestellt,da es anscheinend zwei außen Größen vom Lager gab.
Also erst mal ausbauen.

Gruß,Andreas

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Damit komme ich auch klar,gute Beschreibung.
Hatte bloß noch nichts bestellt,da es anscheinend zwei außen Größen vom Lager gab.
Also erst mal ausbauen.

Gruß,Andreas

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Hallo Tom,

bei mir rutscht das Lager unter keinen Umständen nach unten, im Gegenteil, ich habe auch die grosse Abziehvorrichtung gebraucht um es zu entfernen. Jetzt hat die Welle aber ähnlich wie bei Roy eine Spur hinterlassen wo es drauf war. Ich werde diese Marke als Referenz verwenden, der Rest wird sich über das Einstellen des Spiels ergeben, hoffe ich jedenfalls
Bei der letzten Aktion haben wir es auch so gemacht glaube ich mich zu erinnern.

gruss Michael


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