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Scheibenbremsen im Buckel

Aus networksvolvoniacs.org

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Guten Abend,
Bei meinem PV 544 bauen wir die Bremsanlage um und haben dazu die Bremsen des Amazon, vorne Scheiben hinten Trommel verwendet. Alles ist richtig eingebaut. Nun geht es um das Verlegen der Leitungen und Schläuche, und dazu bräuchte ich eure Informationen:
1. Wie wird der HBZ des Einkreissystems für diese Anlage modifiziert.
2.Wo wird das Reduzierventil des Bremsdruckes für die Hinterräder genau plaziert.
3. Was sollte ich sonst noch unbedingt bedenken, wenn ich diese Anlage mit BKV im Buckel installiere.
Bitte berücksichtigt bei den Antworten, daß ich nicht vom Fach bin.
Vielleicht gibt es sogar eine Umbau Anleitung.
Ich bin für jeden guten Rat und Tipp dankbar.
Gruß Detlev.

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Schaust Du hier:

http://www.networksvolvoniacs.org/index.php/Umbau_auf_Scheibenbremsen_Volvo_444_/_544

Grüße
Fitzel

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Spitze

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Hallo Detlev,

ich möchte Dich noch darauf aufmerksam machen, dass es beim Amazon drei unterschiedliche Trommelbremsen für die Hinterachse gibt. Da ist einmal die für Amazon mit vorne Trommel, die für Amazon Einkreis mit vorne Scheibe, und die für Amazon Zweikreis. Die haben zwar alle die gleiche Trommel, aber unterscheiden sich zum Teil erheblich in der am Rad wirkenden Bremskraft. Zum Beispiel bewirkt durch unterschiedliche Radbremszylinderdurchmesser. Die Brüder aus Duisburg bieten sogar für Einkreis mit Scheibe vorne unterschiedliche Durchmesser beim Radbremszylinder an, je nach dem ob mit oder ohne Bremskraftverstärker. Ich kann den Volvoingenieuren zwar nicht folgen, aber ich unterstelle denen da schon, dass die Bremse da ordentlich berechnet wurde. Um zu vermeiden, dass Dich eines Tages Deine eigene Hinterachse überholt, bitte ich dich das zu berücksichtigen. Um zu bestimmen, welche Hinterachsbremse Du hast, bin ich Dir gerne behilflich.

Das ist zwar Duett, aber vielleicht interessiert Dich dieser Thread:

http://www.networksvolvoniacs.org/index.php/Spezial:AWCforum/st/id9218/Bremsleitungverlegu...

Ich selber habe vor einem Jahr meinen Amazon von Trommel auf Scheibe umgebaut und das ist auf jeden Fall ein Umbau der sich lohnt. Mit Tüv-Abnahme kann ich Dir leider nicht helfen. Mein Auto wurde in den 1980ern aus Helvetien importiert und hat beim Typschlüssel 0000 in den Papieren stehen. Kein Mensch weiß, ob der mit Scheibe oder Trommel den Rhein überquert hat. So sehe ich auch keine Notwendigkeit, das eintragen zu lassen.

Viele Grüße,
Moritz

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Danke Moritz,
Nordicar bietet ein komplettes Scheibenbremssystem, vorne und hinten um ca. 3000,- für den PV 544 an. Was für Erfahrungen liegen hierfür vor?

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Moin Detlev,

vorne das ist halt eine Zusammenstellung der Serienteile und hinten das die Lösung von Huke

http://www.hukebasart.nl/huke/?VEILIG_REMMEN%21%21%21_Schijfremmen_achteras%26nbsp%3BPV%2F...

Wird dann ohne Bremsdruckminderer gefahren, bedarf aber eines toleranten TÜV-Prüfers.

Grüße von der Saar
Achim
Editiert am Sun 18. Oct. 2020, 8:50:20 von Amnk

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Achim
Besten Dank für die schnelle Antwort. Ich werde mit meinem TÜV Prüfer sprechen. Schönen Sonntag.

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Hallo Detlev,

das ist jetzt die Frage, ob Du Wert auf ein H-Kennzeichen legst und da wo Du wohnst, wimmelt es ja nur so von Umweltzonen. Wenn ja, ist es zumindest mal ambitioniert. Original ist vier mal Scheibenbremse am Buckel schon mal nicht. Ein Umbau mit Amazon-Teilen (also vorne Scheibe, hinten Trommel) kommt mir hingegen zeitgenössisch vor. Bei der H-Abnahme den Prüfer von der H-Konformität einer Rundumscheibenbremsanlage zu überzeugen? Na ja, wenn er Dir wohlgesonnen ist.

Aber nach der HU ist vor der HU. Ist Dein Prüfer in zwei Jahren noch mal zu "Schandtaten" bereit? Sind seinem Arbeitgeber bis zur nächsten HU Unregelmäßigkeiten aufgefallen und im drohen im Widerholungsfall arbeitsrechtliche Maßnahmen? Oder ist er in zwei Jahren in Rente oder was auch immer.

Kleine Sachen bekommt man beim Tüv schon mal durch. Z.B. sind bei einem H-Auto Stahlflexbremsleitungen erst mal ein "gravierender technischer Mangel." Ich kenne aber einen Tüv-Prüfer, der sagt: "Stahlfexbremsleitungen werden nicht rissig und porös, die quellen nicht zu, da muss man nicht halb so genau hinschauen wie bei den normalen. Ich finde Stahlflexleitungen geil, wenn die an einem Auto verbaut sind, seh ich die nicht." Wenn man die dann noch schwarz ummantelt (siehe Bilder in meinem Beitrag im von mir verlinkten Thread) muss man schon richtig Pech haben, wenn da bei der HU was schief geht. Aber bei vier mal Scheibe fällt es auch dem wohlgesonnenen Tüv-Prüfer zunehmend schwer, wegzuschauen.

Wärend bei der Scheibenbremse die Bremskraft ausschließlich vom Druck des Belagpärchens auf die Scheibe abhängt, gibt es bei der Trommel noch andere Faktoren. Die Trommelbremse ist "selbstverstärkend" (Quelle: Iva Maasings Buch "Mein Volvo Amazon"). Die Reibefläche der Trommel saugt den Belag an und der Druck wird dadurch erhöt. Durch Feuchtigkeit in der Trommel, die natürlich auch einseitig auftreten kann oder auch durch minimale Einstellungsunterschiede der Bremse, entwickelt sich der Reibwert der einzelnen Bremstrommeln einer Achse unterschiedlich. Jetzt ist auch die thermische Belastung der einzelnen Trommeln unterschiedlich, weswegen sich der unterschiedliche Reibwert noch stärker auseinander bewegt.

Die Bremswirkung der Vorderradbremse ( 63 % (bezogen auf Volvo Amazon))ist erheblich größer, als die hinten ( 37 %). Desshalb saugen sich die Beläge der Hinterachse weniger an und der Uterschied kommt nie so zur Geltung wie vorne, desshalb ist die Hinterachse Lichtjahre von der thermischen Überlastung entfernt und die Hinterachse ist nicht gelenkt. Will heißen: bei unterschiedlich stark bremsenden Rädern an der Vorderachse hat eine Bremsung immer auch Einfluss auf die Richtung, in die das Auto fährt, was der Fahrer, bewusst oder unbewusst, ausgleicht.

Aus diesen Gründen halte ich einen Umbau vorne für sehr sinnvoll, wärend sich hinten die Trommelbremse eigentlich nicht nachteilig auswirkt. Wenn man jetzt auf H-Kennzeichen keine Rücksicht nehmen muss oder so wie der Thomfr in den Niederlanden wohnt ist das vielleicht noch mal was anderes aber Du wohnst bei Tübingen mit der Umweltzone in Herrenberg, Tübingen, Reutlingen, Stuttgart, ..., da bleibt nicht mehr viel wo Du noch hin kannst.

Viele Grüße,
Moritz

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Hallo,
Mit Erstaunen lese ich, dass Stahlflex in Deutschland mit dem H-Kennzeichen nicht kompatibel sein soll, bei mir in der Schweiz war es gerade andersrum, der Prüfer meinte wenn kein ABS drin ist, sei da Ganze problemlos weil haltbarer
Gruss Michael

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Hallo Michael,

wenn das original oder ein zeitgenössischer Umbau ist, also innerhalb der ersten zehn Lebensjahre des Autos möglich und auch üblich war, dann geht das. Es mag mit Sicherheit Autos geben auf die das zutrifft. Aber den Nachweis musst Du füren und der Tüv-Prüfer gibt sich mit "der wo's erzählt hat, hat's selber erzählt bekommen" nicht zufrieden. Merkwürdigerweise stellen Gurte und Kopfstützen wegen des Sicherheitsgewinn kein Problem dar. Aber in Verbindung mit Einkreisbremsanlagen finde ich Stahlflex auch einen nicht unerheblichen Sicherheitsgewinn, vom besseren Druckpunkt ganz zu schweigen.

Viele Grüße, Moritz - "seinen" Toaster bei Dir in der Kiste in guten Händen wissend!

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Ab wann (MJ)
waren denn die Scheibenbremsen beim Amazon verfügbar?

Gab es sie evtl. im P 1800 schon eher?
Frage für einen Freund mit PV 444.
mit Grüssen
Hans

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Hallo Hans,

die Scheibenbremsen vim Amazon gab es für Autos mit SU-Vergasern ab Modeljahr 1962 (August 1961)
und war ab Modelljahr 1965 Grundausstattung. Ab Modelljahr 1996 kam dann die Zweikreisbremse.

Viele Grüße,
Moritz

Gets Around
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Danke,
ich habe nämlich im Sommer einen 444 Bj.52 gekauft,der bereits mit Scheiben(ohne Bkv) und B18 mit Stromberg modernisiert worden ist.Der macht viel Spaß,und jetzt kann ich auch die Bremsen eintragen lassen, ohne mit dem Graukittel über das H diskutieren zu müssen.
mit Grüssen
Hans

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.... einen mit Scheiben und B18 (Stromberg) modernisierten 444 gekauft. Der Bremsenumbau ist noch nicht eingetragen, liegt aber, wie ich ja jetzt weiß, innerhalb der 10 Jahresfrist.
mit Grüssen
Hans


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