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Zeitweise Stillegung(Winter )

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Diese Beschreibung gilt hauptsächlich für Oldies ,die von November bis Aproil für den Winter eingemottet werden . Was ist für bis zu 6 Monate empfehlenswert ? Es sollte ein trockener und gut belüfteter Abstellraum vorhanden sein.Am besten mit Hygrometer,um bei zu hoher Luftfeuchtigkeit rechtzeitig lüften zu können .Die Luftfeuchtigkeit sollte von 50 bis max 65 % liegen .

Vorarbeiten

Wagen waschen und trockenfahren .Das Motoröl muss dabei auf Betriebstemperatur kommen ,damit die Rückstände im Öl ausdampfen .auch möglich : Öl und Filterwechsel . ob man zur Einmottung oder im Frühjahr beim Start in die neue Saison ölwechsel macht ,ist persönliche Entscheidung.

pro Ölwechsel im Herbst: frisches Öl ohne Rückstände. contra:das öl ist bereits ein halbes Jahr alt und die Additive können sich bereits teilweise abgebaut haben .

pro Ölwechsel im Frühjahr :frisches Öl in der Saison . Das Öl langt dann noch eigentlich als Korrossionsschutz,wenn es vor Stillegung richtig warmgefahren wird .Ich wechsel immer im Frühjahr .

Empfehlenswert :Motor von hand alle 3 wochen durchdrehen .

  • auch sinnvoll : ein paar spritzer Motoröl in die Zylinder und durchdrehen .
  • Nicht sinnvoll :Motor kurzzeitig laufen lassen .gibt Kondensat und Säureniederschlag in den Zylindern .und damit Rost.

Karosserie

  • Lack polieren und einwachsen .
  • Blankteile (z.b .verchromte Stosstangen)mit Korrossionsschutzwachs behandeln .
  • Innenraum reinigen (Teppiche aussaugen )
  • Lederpolster gegen austrocknen mit guter Lederpflege behandeln .

Kraftstoff

Da gibts verschiedene Meinungen . Früher hat volltanken zur Vermeidung von Kondenswasser genügt. Mit Bleifreikrafststoff (der sich wesentlich schneller zersetzt)hats jedoch schon Probleme gegeben.

Wenn man voll tankt ,Kraftstoffstabilisator beigeben . Auch möglich:vor dem Volltanken etwas Zweitaktöl (mischungsverhältnis 1 : 50 )als Schutz gegen Korrossion im Tank beimischen . oder Tank komplett entleeren.

  • Zweitaktölzusatz ist auf jeden Fall zumindestens bei der K-Jetronic sinnvoll.verhindert Korrossion an Mengenteiler und Düsen .
  • vor dem volltanken zumischen und Motor durchlaufen lassen .

Empfehlenswert :Kraftstoffschlauch am Vergaser abklemmen und Motor laufenlassen ,bis er stehenbleibt.

Bei Einspritzanlagen (K-jetronic)sollte man auf jeden fall etwas Zweitakt-oder Korrossionsschutzöl beigeben und durchlaufen lassen .schützt z.b den Mengenteilerkolben vorm festgammeln .

Der Keilriemen sollte entspannt werden . Zusätzlich sollten alle öffnungen(Luftfiltereinlass,Auspuff)mit nem ölgetränkten Lappen gegen Luftfeuchtigkeit verschlossen werden . auch empfehlenswert :Belüftungsbohrung am Behälter HBZ verschliessen .Verhindert Wasseraufnahme der Bremsflüssigkeit.

Batterie

Batteriewasser kontrollieren .Entweder im Fzg.Erhaltungsladegerät anschliessen oder Batterie ausbauen und alle 3-4 wochen mal ans Ladegerät hängen .

Frostschutz

der Kühlerfrostschutz sollte mindestens für 20 grad minus ausreichen . Wenn er uralt ist (über 3 jahre ) ,besser zur Vermeidung vom Korrossion wechseln .

Scheibenwaschanlage

möglich :Frostschutz auffüllen.Dieser Frostschutz zersetzt sich jedoch im lauf der Zeit.und kann dann im Sommer agressiv werden . Deshalb besser:Behälter und Pumpe entleeren .

Reifen

Für die geringe Zeit bleibt es gleich,ob die Reifen auf 3 bar aufgepumpt oder der Wagen auf Böcke gestellt wird .Beim Aufbocken gehören die Böcke jedoch IMMER unter die Achsen . Vorne unter die unter Querlenker ,hinten unter die Starrachse . Bei Entlastung kann es zu anrissen der dann vorgspannten Achsgummis kommen ,wenn die Räder herunterhängen ..

Beste Lösung : für die Standzeit ein Satz Uralträder montieren . Da sind Standplatten egal .

Bremse

Die Handbremse sollte natürlich NICHT angezogen werden .Einfach Gang einlegen .

Bei Scheibenbremsen empfehlenswert : Kolben und Klötze ganz zurückdrücken . Sonst ist der Abdruck der Klötze auf der Scheibe blank ,der Rest verrostet. Was auch zu Bremensrubbeln führen kann . Denn beim Stehen ist geringfügiger Rost auf den Scheiben nicht vermeidbar . Der schleift sich jedoch nach einigen Bremsungen wieder ab .

Achtung ! Zettel anbringen .Bremsdruck aufpumpen .

Nicht vergessen :Alle Nippel abschmieren(wenn vorhanden ) .

Wer das alles gemacht hat,braucht ihn nur noch mit nem Autopyjama (atmungsaktiv als Staubschutz) abzudecken .Die Fenster müssen dabei zur Belüftung offenbleiben .

Empfehlenswert : Den Motor alle 3-4 Wochen NUR von Hand durchdrehen . Ganz genaue könne auch die Kerzen rauschrauben und die Zylinder mit ein paar Spritzer Motoröl konservieren .

Was mann NICHT machen sollte : den Motor zwischendurch kurz laufenlassen.Wenn er dabei nicht auf Betriebstemperatur kommt (Wasser UND ÖL),können sich in den Zylindern Säuren und Feuchtigkeit bilden ,die für Rost an Kolbenringen und in den Zylindern sorgen .

Wiederinbetriebsetzung

  • Alle getroffene Maßnahmen rückgängig machen .
  • Lappen entfernen ,auf normalen reifendruck ablassen .
  • Keilriemen spannen .
  • Wenn die Bremskolben zurückgesetzt wurden ,Druck in der Bremse aufpumpen .
  • Den Motor zuerst mir abgeklemmter Zündung starten ,bis die Öldruckkontrolle ausgeht.

Ansonsten läuft er ohne Öldruck ,bis Filter und die Ölkanäle vollgepumpt sind .

Eine komplette Inspektionn (siehe Wartung hier im Wiki )mit durchschmieren aller Schmierstellen durchführen .

dabei prüfen :

  • Alter der Reifen(10 Jahre sind das absolute Limit)prüfen .
  • Alter Bremsflüssigkeit ,Frostschutz,Lenkungsöl ,Getriebe -und Achsöl prüfen.
  • Bei wenig Jahreskilometern nach Zeitintervall wechseln .

Empfehlenswert : Wartungsplan erstellen ,auf dem alles eingetragen wird .

  • mit Datum und Kilometer

Elektrik überprüfen .In der Standzeit kann Korrossion an Anschlüssen und Sicherungen auftreten . Durchsicht von unten auf eventuelle Flüssigkeitsverluste .

Wer das sorgfältig macht ,hat in der neuen Saison normal keine Probleme mit Defekten .

Stilllegung über längere Zeit

bei Stilllegung über 2 jahre sollten noch zusätzliche Massnahmen getroffen werden .

  • Wagen waschen ,polieren und einwachsen .
  • Blankteile einwachsen .
  • Fzg.komplett hohlraumkonservieren .
  • U-schutz und alle Achsteile mit Konservierung behandeln .
  • Wachskonservierung (Fett auch )weicht alten hart gewordenen U-Schutz auf und verhindert weiterrosten .
  • Motorraum und alle blanken Motorteile auch mit Wachs behandeln .
  • Gummiteile der Karosserie mit pflegemittel behandeln .

Motor ,Getriebe und Hinterachse .

  • der Hauptfeind heisst da Korrossion durch Luftfeuchtiigkiet an allen Teilen ,die nicht unterm Ölniveau sind .
  • dies gilt hauptsächlich für Zylinderlaufbahnen,Ventile ,Nockenwellen beim Motor .
  • Getriebe :die Hauptwelle steht oben auch frei
  • Hinterachse :Teller und Kegelrad ,Differentialkorb .

Motor .

  • ALLE : auf jeden fall die Zylinder und Kolbenringe mit etwas Öl durch die Kerzenbohrungen schützen .alle 2 jahre wiederholen .
  • nach konservieren Motor manuell durchdrehen ,damit sich das Öl verteilt
  • alle OHV
  • bei allen OHV Motoren (bis B30)rosten hauptsächlich Ventilfedern und Kipphebel durch Kondenswasser .
  • Abhilfe nur mit durchdrehen des Motors mit Anlasser(in intervallen) .solange,bis durch spritzöl oben alles wieder einen schützenden Ölfilm hat.


  • Alle OHC (B2x bis B2xx)
  • Manuelles durchdrehen genügt.Die Nockenwelle überzieht sich dann durch öl in den Wannen an den Tassenstösseln wieder mit nem Schmierfilm .

ALLE V 6(B27 - B280 F ).

  • Nockenwellen und Schlepphebel stehen oben frei.Zur Vermeidung vom Korrossion muus der Motor regelmäßig in intervallen (nicht permanent starten)mit dem Anlasser durchgedreht werden ,bis sich wieder ein Ölfilm da oben ausgebaut hat.

da die spitzen des V 6 zuletzt öl bekommen , noch etwas weiter starten ,wenn die Öldruckkontrolle ausgeht.





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