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Benzinhahn einbauen?

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Gets Around
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Hallo zusammen,

habe gerade einen Artikel in der Oldtimer-Markt 11/2017 über einen Motorbrand eines blauen MGB gelesen.

Nach der Amazon-Restauration hatte ich bei einer der ersten Ausfahrten festgestellt, dass eine Schlauchschelle am Vergaser nicht ganz fest war und Sprit auf den Krümmer tropfte. In dem Moment hätte ich mir im Innenraum einen Benzin-Notstopp gewünscht.

Ist das Bullshit? Darf man das überhaupt ohne TüV-Abnahme?

Nur mal so gefragt
Gilbert

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Hallo Gilbert,

einen Benzinhahn im Innenraum hatten früher einige Fahrzeuge, dort wurde der Reservetank zugeschalten.
Der TÜV wird soetwas nicht bemängeln.
Alternativ kannst Du auch den Motor und somit die Pumpe abstellen.
Wenn Du möchtest kannst Du auch ein Ventil in die Spritleitung einbauen, welches mit Klemme 15 oder auf Wunsch des Fahrers die Spritleitung öffnet und schließt.

Wenn Sprit auf den Krümmer tropft nützt der Notstopp nichts mehr, dann brennt es oder auch nicht.

Am Besten Du verwendest ordentliche Schläuche und Schellen um die Verbindung auslaufsicher zu machen.
Das ist die verbreitetste und einfachste Methode.


Grüße
Markus
Editiert am Sun 11. Feb. 2018, 12:58:20 von Ali Mente

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Moin,
darüber hatte ich mir auch schon Gedanken gemacht, weil : es geht garnicht so sehr um lose Schellen, sondern um den mittlerweilen aggresiven Sprit der gerne die Schläuche angreift und dann zu Undichtigkeiten führt.
Die Variante mit dem elektrischen Ventil in der Leitung ist interessant und wohl durchaus verbreitet.
Gruß
ROger

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Hi Roger,

elektrische Abschaltventile werden bei alten Dieselmotoren (vor CommonRail) und manchen Vergasern zur Vermeidung des Nachdieselns verwendet.
Undichtigkeiten werden weder vom Ventil noch vom Fahrer erkannt.
Wenn der Fahrer Glück hat bemerkt er die Undichtigkeit bei geöffneter Motorhaube mit dem Auge oder der Nase.
Wahrscheinlicher ist es allerdings, dass die Folge der Undichtigkeit erkannt wird: Wärme, Licht und Rauch... (Fahrzeugbrand)

Wenn bekannt ist, dass Schellen lose sind oder Schläuche mit der Zeit oder aus Qualitätsmängeln porös werden ist dies aus meiner Sicht der Punkt, an dem wir ansetzen müssen.

Welche Schläuche eignen sich für den Einsatz in unseren Fahrzeugen und dem verwendeten Kraftstoff?
Welche Schlauchschellen garantieren eine dauerhafte Befestigung?
Wie verhindert man das Abrutschen des Schlauchs von einem Metallrohr?

Grüße
Markus

Gets Around
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Hallo Markus,

die Idee mit einem an die Zündung gekoppelten Ventil ist gut, da werde ich mir mal Gedanken zu machen. Auch in Richtung Diebstahlprävention gedacht nicht verkehrt (auf Facebook usw. liest man inzwischen alle paar Tage von Aufrufen über geklaute Oldtimer).

Gruß, Gilbert
Editiert am Sun 11. Feb. 2018, 14:06:26 von Torslanda

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Hallo Gilbert,

für diesen Fall würde ich das Ventil mit einem versteckt liegenden Schalter unter dem Armaturenbrett ansteuern.
Beim Kurzschließen des Fahrzeugs im Falle eines vorab nicht abgesprochenen Besitzerwechsels würde das Ventil sonst auch öffnen und den eigentlichen Zweck verfehlen.

Grüße
Markus

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Richtig, in Verbindung mit einem versteckten Schalter, dessen Ort hier nicht genannt wird

"im Falle eines vorab nicht abgesprochenen Besitzerwechsels" übrigens sehr treffend formuliert

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Gilbert;

Mann sollte glauben was einem von dem MGB erzaehlt wird, aber ob es es wirklich eine "Schlauchschelle am Vergaser" war oder (die viel mehr bekannte) ueberlaufende SU Versorgungskammer, moechte ich bezweiflen...wenn das Sprit dann auf den Abgaskrümmer tropft, brauchen die Spritgase nur eine Zuendungsquelle, und das haben sie genuegend, besonders an den LiMaKohlen in der Naehe!

ABER...Marcus hat absolut recht...wenn es es schon gezuendet ist und brennt, da hilft nur die situation schnellst zu erkennen und so schnell wie moeglich unter kontrolle bringen...! ...ein Notstop ist nur typisherweise electrisch und Killt die Zuendung...kann natuerlich aber auch durch ein Magnetventil den Sprit erlauben oder stoppen...aber anti-Feuer und anti-Diebstahl sind zwei getrennte sachen und sollten seperat angesprochen werden...

Zur Feuersicherheit rate ich Qualitaetsschläuche zu montieren, und die jede Paar Jahre fuer Verschlechterung zu pruefen...bei SU bestueckten Volvos (also alle ausser eingespritzte!) habe ich immer ein Feuerloescher an bord! "Wie verhindert man das Abrutschen des Schlauchs von einem Metallrohr?"...Sachgemaess montiert (also fest und ohne Zug am Schlauch!) meine ich das es eine Raritat waere das einer vom Rohr rutscht (mehr: abgezogen wird!)...dadrum mach ich mir keine Sorgen!

Und Betreffend Anti-Diebstahl...das war schon immer eine "Arms Race"...die Panzerspule ist (war in seiner Zeit) schon eine gute erste Abwehr, aber ohne nichts weiteres an Abwehr, ein gezielter Angriff kommt hiermit leicht fertig (ich lasse die mitlesenden Autodiebe die genauen Methode selber ausarbeiten!)...also sollten weitere Verteidigungs Massnahmen schon eingebaut werden...ein electrischen Spritstop (der aber seperat ist und NICHTS mit dem Zuendschloss zu tun hat!) scheint mir eine gute zweite Abwehr dazu sein...aber eventuell kann immernoch mit den verbleienden Sprit in der Vergaserversorgungskammer gestartet werden...dann ist ein Lenkradsperre, wie die spaeten Modelle hatten, eine gute Idee....aber wenig stopt den Wagen geziehlt zu stehlen...deswegen meine ich hier moderne Technik einzusetzen: Wie ware's mit einem GPS chip ingendwo diskret in der Karroserie eingebaut sodas der Wagen selber seine Position meldet...letztlich, ein Paar boese Rottweiler im Befahresitz dazu...



Gruesse!

Edit: Amerikanische Wegfahrsperren bild eingestellt!
Jean; ++1
Editiert am Mon 12. Feb. 2018, 14:08:34 von Ronzo

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Guten Tag!

Ich zitiere Ali Mente:
Am besten Du verwendest ordentliche Schläuche und Schellen um die Verbindung auslaufsicher zu machen.
Das ist die verbreitetste und einfachste Methode.

Wenn bekannt ist, dass Schellen lose sind oder Schläuche mit der Zeit oder aus Qualitätsmängeln porös werden ist dies aus meiner Sicht der Punkt, an dem wir ansetzen müssen.

Diese Worte des Vorredners kann ich nur dick, rot und fett unterstreichen! Konnte man nicht hin und wieder im Forum lesen, dass Kraftstoffschläuche "teuer" seien und man hätte nun bei eBay/amazon/obi/Fressnapf welche für weniger als 3,99 EUR/m gefunden.

Kraftstoffschlauch nach DIN 73379-3E, für alle handelsüblichen Kraftstoffe inklusive Rapsölmethylester, Alkohol-Kraftstoffe oder E10. Habe ich zuletzt für etwa 16 EUR pro Meter gekauft. Und ich wechsle nach 3 Saisonen die Schläuche. Bei einem Fahrzeug mit D-Jetronic stehen die Kraftstoffleitungen unter einem Druck von 2,1 bar, also eine zusätzliche Beanspruchung.

Nicht geeignet:
Schläuche mit NBR = Acrylnitril-Butadien Kautschuk (auch Nitrilkautschuk) und CR = Chloropren Kautschuk.
Schläuche, die mit Textilmaterial oder Edelstahldraht überzogen sind, da Beschädigungen oder die Alterung des Materials kaum rechtzeitig erkannt werden können.

Schlauchklemmen = Spannbackenschellen
Im Interesse der Betriebssicherheit ABA Schlauchklemmen mit Spannbacken. Sie gewährleisten einen hohen, gleichmässigen Anpressdruck und schonen den Schlauch am besten.

Die ABA Mini Schlauchklemmen haben ein 9 mm breites Band mit nach oben gerollten Kanten, die den Schlauch nicht verletzen können. Das profilierte Bandende sorgt für zusätzliche Stärke. Die Sechskantschraube kann mit einer Nuss (SW 7 mm) oder einem Schraubendreher angezogen werden. Die Mutter sitzt fest in einer Lasche, auch wenn die Schraube ganz herausgedreht wird. Die Dimension der Klemme ist auf dem Band eingeprägt.

Erhältlich in zwei Ausführungen:
ABA Mini Edelstahl S40 (W4)
Sechskantschraube (SW 7 mm) mit Kreuzschlitz, Grösse 13, Spannweite 12,5-14 mm

ABA Mini Standard S10 (W1) Stahl verzinkt, Sechskantschraube (SW 7 mm) mit Flachschlitz, Grösse 14, Spannweite 12,5-14,5 mm

Ich zitiere Ali Mente ein weiteres Mal: "Wer Oldtimer fährt sollte auch Charakter haben. Sprich, genügend braunes, grünes, gelbes Papier!"

Gruss

jean
1800E (1971) - 122S (1964, 1970) -PV 54408 (1960) - 780 (1988, 1991)

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Moin Jean, hast Du einen Lieferanten für 8mm innen Benzinschlauch gefunden? ich finde nur 7,3mm innen.

Und merkwürdigerweise ist mein Benzinschlauch aus den 80ern, Hersteller Pirelli, immer noch der beste von allen. Im Langzeittest, in Benzin gelagert, in Salzwasser gelagert, in Biodiesel gelagert.
ich verstehe nicht warum diese Qualität nicht mehr lieferbar ist. (Und mein Lagerbestand alle, Mift)
Bis jetzt, und ich schraube nun seit ca 40 Jahren, kein einziger Fehler und nie eine Notwendigkeit gewesen diesen zu tauschen. Anders hingegen bei "Markenprodukten" von Matthies (ein Großhändler im norddeutschen Raum), hier musste ich schon nach 1 Monat die Benzinschläuche tauschen weil sie aufquollen und die Konsitenz eines in Wasser gelagerten Gummibärchens annahmen.

Unverständlich ist mir auch warum ich noch nie bei einem 940 die Benzinschlüche wechseln musste, bei anderen Herstellern aber schon.

Und nicht nur die Benzinschläuche im Motorraum tauschen, sondern bitte auch am Tank, an den Verbindungstellen der Leitungen, sofern welche vorhanden sind, und auch die , ok recht Drucklosen, Rückläufe.

Wechselst Du echt bei allen deinen Fahrzeugen alle 3 Jahre sämtliche Benzinleitungen?
Whow, ich schaue und schnüffel mit so einem HC tester (Gaslecksucher) und sobal ich Beschädigungen oder Verhärtungen erkenne.

Beste Grüße Kay

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Hallo Kay,

kuckst Du hier.

Was mich ein wenig verwirrt ist die eigentümliche Art Deiner Lagerhaltung:

- weil sie aufquollen und die Konsitenz eines in Wasser gelagerten Gummibärchens annahmen
- mein Benzinschlauch aus den 80ern, Hersteller Pirelli, immer noch der beste von allen. Im Langzeittest, in Benzin gelagert, in Salzwasser gelagert, in Biodiesel gelagert.

Lagerst Du die Gummibärchen nur in Wasser? Falls nicht: Dass sie nach Lagerhaltung in Salzwasser auch salzig schmecken kann ich mir vorstellen, manche stehen da vielleicht drauf.
Aber warum sollte man die Dinger in Benzin oder Diesel einlegen??

Grüße
Markus
Editiert am Tue 13. Feb. 2018, 14:22:57 von Ali Mente

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Markus;

Als einer der auf kreative Analogien oder Metapheren seht (siehe : )
...finde ich Kay's Gummibaer-in-Wasser-Beschreibung top!...da kommt ohne Zweifel viel und das wichtige rueber...dazu muss ich gestehen, das ich auch schon Girling Gummi Bremsdichtungen in DOT5 Bremsfluessigkeit und am Fenster (in UV) "Gelagert" habe, um selber die Materialienkomatibilitaet zu erpruefen...

Gruesse

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Muss mir das Thema nochmal genauer durch den Kopf gegen lassen. Der besagte lockere Schlauch hatte innerhalb der ersten 50km nach der Restaurierung geleckt, da halte ich es für normal, dass hier und da nochmal nachjustiert werden muss

Habe in den Beiträgen viele neue gute Details gelernt

Forum Vet
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... vielleicht hilft es, Schauchschellen vernünftig festzuziehen - lockere Schläuche nach 50 Kilometern, das klingt nach zu zaghaftem Schraubendreher-Einsatz.

Grundsätzlich lassen sich Schläuche, die auf glatten Rohrstutzen befestigt werden sollen, auch zusätzlich durch einen kleinen trichterförmigen Bördel im Rohrende sichern - wie man es ähnlich von den Rohrstutzen der Benzinpumpen kennt. Schlauch mit Schelle über die Aufspreizung schieben, Schelle korrekt festziehen, Ruhe im Karton. Wie weit man das Rohr aufspreizt, ist individuellen Praxistests unterworfen - zu weit macht das Draufschieben des Schlauches schwierig. Also gern mal vorher mit einem separaten Rohrstück üben, auch damit nachher nicht der Schlauch von innen beschädigt wird.

Und nun stellt euch mal mit dem Thema nicht so mimosenhaft an - die Frage der Materialqualität ist in der Tat wichtig, aber das Handwerkliche sollte nur echt kein Problem sein.

Wie immer ein gutes Gelingen
Kay


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