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Öltemperatur und Ölkühlung alle Modelle

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Dieser Beitrag wurde von Uli Schmitt aka Rennelch erstellt.

Die Öltemperatur.  Oft kontrovers diskutiert (siehe die Artikel bei den Volvoniacs ) mit verschiedenen Argumenten .

Von : immer Vollgas und noch nie gebraucht... bis : bei über 100 grad Öltemperatur unbedingt nötig.

Was stimmt jetzt ?

Beispiel .von marc (sparelch).zone mit B20 .

  • bei über 20° Aussentemperatur Öltemperatur analog zur Geschwindigkeit.140 kmh : 140 °.Geber neben in der ÖLwanne .
  • 13 reihen Luftölkühler nachgerüstet.jetzt bei gleicher Temperatur und Geschwindigkeit 95 °.

Öl schmiert nicht nur ,sondern führt auch speziell im Bereich Kolben -Kolbenringe und Kurbelwelle alleine die Wärme ab .

  • diese Kühlung ist unabdingbar nötig.
  • Das alles wird mit Spritzöl (Ölnebel aus den Lagern) gemacht.
  • Ableitung der Öltemperatur geht NUR über die Ölwanne .
  • und die ist nur fahrtwindgekühlt.
  • Deshalb kann sowohl Untertemperatur als auch zu hohe Öltemperatur zu Schäden führen .
  • Ideale Öltemperatur 90 -110 °
  • Bis max 120 ° bis 25 ° Aussentemperatur kann noch akzeptiert werden .

Was passiert bei zu hoher Öltemperatur ? Einen sofortigen Motorschaden wird es (ausser unter Extrembedingungen ) nicht geben .

  • Es leidet vor allem die Ölqualität .
  • Dazu natürlich durch Verdampfungsverluste höheren Ölverbrauch und Oxydation des Öls .
  • als Folgeschaden bei fahren mit dauernd zu hoher Öltemepratur kann verkoken und brechen von Kolbenringen auftreten .
  • auch im Extremfall möglich : Kolbenfresser bzw Lagerschaden .

Was da nicht hilft : Vogel Strauss Politik .ich fahre seit 100000 km vollgas und es ist noch nichts passiert.

  • da allerdings sehr oft am oder weit überm Limit der zulässigen Öltemperatur .
  • ein B20 A ,der mit 5000 rpm und mehr auf strecke läuft ,kann überm Limit sein .
  • ein B 20 B ,der normal bei etwa 3000 rpm gefahren wird ,ist im limit.

wie prüfen ? nach ner strecke mit hohen Geschwindigkeiten mit Laserthermometer Ölwannentemperatur messen.

  • mit weit über 120 ° ist ein Ölkühler dann zwingend nötig.
  • im (normalen )Leerlauf flackert die Ölkontrolle nach ner längeren Fahrt .
  • viscosität des Öls ist dann zu gering oder Öltemperatur zu hoch .
  • oder Ölthermometer einbauen .
  • wers einbaut,hat auch bald einen Ölkühler .alte chinesische Weisheit .
  • denn die Anzeige macht doch dann nervös ,wenn sie mit zunehmender Geschwindigkeit ziemlich schnell Richtung Anschlag (150 °) wandert.

Kandidaten für Ölkühler

Im Prinzip alle ,die in oberen Geschwindigkeitsbereichen längere Zeit gefahren werden. Meiner Ansicht nach nötig für :

B 16 B (dreifach gelagerte Motore sind auf zu hohe Öltemperatur sehr empfindlich).siehe Lagerschäden .

B18 B 96/100/103 PS oder noch höher leistungsgesteigerte

B20 B 100 PS oder noch leistungsgesteigert

B20 E ist NUR in den Modelljahren 1972 und 1973 mit einem Öl-Wasser-Wärmetauscher ("Tellermine") ausgerüstet. B20F nur in bestimmten  Märkten. Die Wirkung ist allerdings unzureichende und die verlöteten Nähten werden mit der Zeit undicht.

  • besser :Luftölkühler nachrüsten .
  • Diese Motore dürfen NICHT ohne ölkühler gefahren werden .
  • B30 A und E in Serie die Tellermine (oder coladose )
  • Ölkühlung ist bei diesen Motoren auf jeden Fall nötig .

B 21 A - B23 A .Kontrollmessen .dürfte noch im Grenzbereich der Öltemperatur sein . B 21 E ,B23 E 131 -140 PS .da ist ein Ölkühler absolut nötig.

Alle Benziner Turbos. also B 21 ET ,B230 ET ,B 230 FT haben Luftölkühler in Serie .

  • bei Leistungssteigerung (Ladedruckerhöhung )kann es sinnvoll sein ,den Ölkühler zu vergrössern .
  • bei späterer ausführung Turbo(wieder wärmetauscher )kann der durch den besseren Luftölkühler der vorherigen Version ersetzt werden .

Das man bei hohen Aussentemperaturen langsam machen sollte,versteht sich eigentlich von selbst . Denn bei über 30 °C Aussentemperatur steigt sonst die Temperatur ALLER Öle ins unendliche .


Ölthermometer

Als Anzeige sollte ein Zusatzinstrument(52 mm )mit 150 °C Anzeige genommen werden .

  • Geber:
  • Peilstabgeber .etwas umständlich und keine genaue Anzeige ,weil er die komplette Temperaturschichtung in der Ölwanne anzeigt.
  • besser : Geber anstatt Ölablasschraube .Bei tiefergelegten empfehle ich allerdings , wie beim P1800 neben an der ölwanne ein *Gewinde hart einzulöten .
  • der Geber ist sonst am tiefsten punkt und hat dann oft Feindberührung.
  • Geber und Anzeige gibt es aus *dem VDO -programm .

Öldruckmesser

die Öldruckkontrolle geht bei 0,6 bar aus.Alles was darüber ist ,wird nicht mehr angezeigt.

  • Bei zu geringen Druck kann dann trotzdem z.b ein Lagerschaden entstehen .
  • ich rüste IMMER gleichzeitig Öldruck -und Temperaturmesser nach. Absolut sinnvoll .
  • soll Öldruck (B18 / B20 ) :bei warmem Motor und neuem Ölfilter bei 2000 rpm 2,5 - 6 bar .

Adapterplatte für Ölkühleranschluss

  • Zum Anschluss des Luftölkühlers braucht man eine Adapterplatte,die zwischen Ölfilter und Block angeschraubt wird .
  • Zum Einbau braucht mann einen längeres rohrstück mit gewinde , das anstelle des kurzen für den Ölfilter eingeschraubt wird .
  • darauf wird der Adapter gesetzt und mit Mutter auf dem Bolzen verschraubt.
  • Gewinde des Rohrstücks 1/2 Zoll UNF:

die Abdichtung zum Block übernimmt ein O-ring hinten in der Nut des Adapters .die Ölkühlerleitungen werden dann am Adapter angeschraubt.

Achtung !Worauf man achten sollte . Der Adapter muss ein Thermostatventil haben ,das erst ab 80 ° Öltemperatur den Zufluss zum Ölkühler freigibt.

Permanenter Durchfluss durch den Ölkühler führt zu viel zu kaltem Öl bei normalen Betriebsbedingungen und ist genauso schädlich für die Motorgesundheit wie zu heisses Öl.

Optimale Öltemperatur : von 80 -110 Grad .

Luftölkühler

Kühlung durch den Fahrtwind .gute Wärmeableitung .Temepraturreduzierung je nach Ausführung(Grösse ) von 15 - 40 °Eigentlich der Königsweg .mit Thermostat bedarfsgerecht gesteuerte Kühlung,soll vorne am Vorbau im Luftstrom montiert werden.

  • Möglichst weit vorne seitlich ,damit wenig Einfluss auf den Kühler ist.
  • zum Anschluss wird zwischen Ölfilter und Block ein Adapter gesetzt.
  • in diesem Adapter sitzt auch das Thermostat
  • zum Einbau braucht mann einen längeren Stehbolzen mit Mutter
  • da bis 10 bar Druck,nur gepresste Qualitätsschläuche mit Schraubnippeln verwenden.
  • Markenfabrikate (Setrab )bevorzugen .
  • für normale Ölkühlung langt ein 12 -13 Reihen Ölkühler .
  • für höhere Motorleistungen empfehle ich einen Ölkühler bis 16 Reihen .
  • von Versendern werden empfehlenswerte Nachrüstkits angeboten .

Wärmetauscher

Auch als Tellermine berühmt -berüchtigt .War Serie beim B20 F / E .Und hat sich da immer daneben benommen .

  • durch brechen der Lötnähte dann immer Motoröl im Kühlwasser.
  • sitzt als Zwischenflansch zwischen Block und Filter .mit zwei Wasseranschlüssen .
  • die Coladose von B30 hat allerdings keine Probleme gemacht.

Abgabe der Wärme vom Öl an das Kühlwasser .

  • durch zu geringe Temperaturdifferenz(Wasser hat normal ca 90 °) nicht sehr effizient.

Vorteile .

  • eigentlich nur schnellere Anwärmung des Öls durch das Kühlwasser .

Nachteile.

  • geringe Reduktion der Öltemperatur ,ca .10 -15 ° max.
  • Bei heissem Öl zusätzlich thermische Belastung des Kühlsystems .

Meine Empfehlung :noch vorhandene Wärmetauscher durch effektiveren Luftölkühler ersetzen .

Getriebeöltemperatur Schaltgetriebe

Auch das Öl von Schaltgetrieben kann verdammt heiss werden .Dies gilt speziell für M 41 / M46 .

  • wir haben damals auf Wunsch von Göteborg verschiedene Temperaturen gemessen .
  • bei allen OD Getriebe kann das Öl bis 140 ° heiss werden .
  • eine Ölkühlung ist da jedoch nicht ohne Riesenaufwand (Kühler ,Pumpe ) möglich .
  • also besser regelmässig wechseln ,damit sich die Öladditive nicht abbauen .

Automatikölkühlung

  • Automatikgetriebe erzeugen durch hydraulische Reibung relativ hohe Temperaturen .
  • bei einem Wandlerwirkungrad von 95 % (ohne Wandlersperre)geht 5 % als Temperatur ins Öl.
  • alle Automatiks müssen deshalb eine Ölkühlung haben .
  • erreichbare Öltemperatur bis ca 130 °.

Ölkühlung normal durch Kühlschlange im Wasserkühler.

  • die zu hohe Temperatur wird dann ans Kühlwasser abgegeben .
  • was zusätzliche Belastung des Kühlsystems bedeutet.
  • zusätzlich ist die Kühlschlange die heisseste Stelle im Kühlsystem und kalkt als erstes zu.
  • was die Kühlung des Automatiköls vermindert .

Erste Version BW 35 in Zone OHNE Ölkühlung.Nachrüstung nicht möglich.

  • Diese Getriebe sind jedoch schon fast alle verglüht.
  • Empfehlenswert :Umbau auf neuere Version mit Ölkühleranschlüssen .

Bei allen Automatikgetrieben mit Motoren höherer Leistung (dazu zählt auch schon der B20 E)empfehle ich , einen Luftölkühler nachzurüsten.

  • speziell die BW 55 an B27 /28 hatten da Riesenprobleme mit Überhitzung.
  • bei Hängerbetrieb ist ein Luftölkühler ab 1500 kg zwingend vorgeschrieben .
  • ich empfehle jedoch dringend auch bei leichteren Hängern die Nachrüstung eines Luftökühlers .
  • dazu auch bei häufigem Fahren im oberen Geschwindigkeitsbereich bzw Passfahrten .
  • eine gute Ölkühlung erhöht die Lebensdauer des Getriebes.

als Kit von Volvo lieferbar :et.nr 1333639-7 .Nachrüstsatz für Luftölkühler mit allem Zubehör .

  • die Turbos (B230 ET / FT )haben im Serie einen kleinen Luftölkühler .
  • bei Leistungsteigerung(Ladedruckerhöung) empfehle ich ,den durch einen grössseren zu ersetzen.

Öltemperatur Hinterachse

An die Temperatur des Achsöls denkt (genau wie an die Getrieböltemperatur ) keiner .Wobei auch die (speziell bei der kleinen 1030er achse) an die Grenze kommen kann .bei 2,2 liter motoren in buckel und Zone ist die Öltemperatur am Grenzbereich.Zuerst verbrennen die Hypoidzusätze im Achsöl. Anschliessend gibts nen Schaden an Kegel -Tellerrad ,weil die Hochdruckzusätze fehlen .

Wenn beim prüfen dunkles Achsöl festgestellt wird,ist es zu heiss geworden .Wechseln . Erschwerend kommt dazu .das die kleinen 1030er achsen nur 1,3 Liter Ölinhalt haben . die 1,6 liter der 1031 macht da schon was aus . .

Einzige Abhilfe : etwa ab mj 91 gibts einen Aludeckel für die Hinterachse. der im Gegensatz zum Blechdeckel für bessere Wärmeableitung sorgt . An allen Achsen nachrüstbar.Es muss nur die Öffnung des Tachogebers mit nem Stopfen verschlossen werden .





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