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Weichlöten,Verzinnen und Schweissen .

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Baustelle sign.png ACHTUNG!!! Dieser Artikel ist noch in der Entstehungsphase, bitte noch nichts daran verändern.

Bedenke bitte, dass weder Inhalt noch Formatierung dem endgültigen Artikel entsprechen. Bitte bearbeite den Artikel zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall, da es sonst zu Konflikten beim Speichern kommen kann.

Zur Karosserie -und sonstigen Instandsetzungen gibt es verschiedene Verfahren . Deshalb mal nachstehend ne Beschreibung der Arbeitsverfahren mit den dazu notwendigen Geräten .

Weichlöten

Wird hauptsächlich zu Kühlerfertigung und Instandsetzung verwendet. Polklemmen und dickere Kabel werden auch weich gelötet. Arbeitstemperatur ca 350-400 ° .

Benötigte Werkzeuge

  • Gaslötpistole
  • Weichlot
  • Lötpaste(säurehaltig) .

Einsatzgebiet im Hobbybereich :

  • Reparaturlötungen von Kühlerstutzen,Ersatz von Polklemmen und Einlöten neuer Kabelschuhe.

Alle Kabel über 2,5 ²mm sollten gelötet werden .

Bei Kühlern jedoch NUR neueinlöten gerissener Stutzen bzw Muttern für z.b Tempgeber E-lüfter.

  • Richtige Kühlerinstandsetzung (Wasserkästen )nur duch Fachbetrieb mit Zinnbad .
  • Löten an grösseren Teilen nur mit Flamme .
  • Elektrische Lötkolben sind da nicht stark genug(zu geringe Hitzezufuhr) .
  • Nur für kleine Lötarbeiten (Kabel usw )bis max 2.5 ²mm verwendbar.

Reparaturlöten eines Kühlerstutzens

  • Bei Löten am Kühler IMMER Vorsicht.
  • der Wasserkasten darf nicht zu heiss werden .
  • sonst Auslöten des Wasserkastens .
  • NIE mit der Flamme direkt auf den Wasserkasten halten .
  • Angerissenen Stutzen auslöten .
  • mit der Flamme solange auf den Stutzen halten ,bis das Zinn unten an der Lötnaht flüssig wird .
  • Mit Zange stutzen herausziehen .
  • Lötstellen metallisch blank machen .
  • Mit Lötpaste einstreichen .
  • Vorsichtig am Wasserkasten Zinn auflöten .
  • Stutzen aufsetzen und mit Flamme warmmachen ,bis duch wärmeübertragung das zinn flüssig ist.
  • Stutzen aufsetzen und kalt werden lassen .
  • Es muss jetzt eine gleichmässige Lötnaht unten um den Stutzen sein .
  • Mit Wasser abwaschen (zum Neutralisieren der Säure)abtrocknen und lackieren .

ACHTUNG ! Wenn der Stutzen nicht innerhalb einer Minute Wärmezufuhr unten flüssiges Zinn hat , SOFORT aufhören .

  • Denn dann hat ein HIRNI den Stutzen mit Silberlot(600°) oder Hartlot(850 °) eingelötet .
  • Bis der ausgelötet ist,läuft das Zinn schon aus dem Wasserkasten .
  • Die Instandsetzung ist dann leider ein fall für nen Fachbetrieb .

Einzige Möglichkeit dann zur temporären Instandsetzung : am Stutzen metallisch blank machen und an der Naht Stutzen zu Wasserkasten ne Zinnnaht auflöten .Dabei natürlich immer Flussmittel verwenden .

Reparaturlötung Kabelschuhe oder Polklemme

  • Das Kabel sollte dabei IMMER nach oben zeigen .
  • Damit so wenig Zinn wie möglich ins Kabel läuft.
  • Verzinnte Kabel sind starr und können durch Schwingungeen brechen .
  • Dies gilt besonders für den B + Anschluss der Lima .

Löten :

  • Kabelschuh oder Polklemme einspannen(dabei auf möglichst geringe Wärmeableitung achten )
  • kabel mit lötpaste einstreichen
  • Kabel reinschieben und Klemme oder Polschuh warmmachen .
  • Zinn reinlaufenlassen ,bis eine feste Verbindung besteht.
  • Säure der Lötpaste mit Waser abwaschen .

Karosserienähte verzinnen

  • Verzinnen von Karosserienähten ist schon seit den 50 ern immer noch die beste Möglichkeit,
  • Karosserienähte auf Dauer rostfrei zu halten .
  • Denn überspachtelte Nähte rosten untendrunter sonst gnadenlos.
  • Dies gilt speziell für Abschnittsreparaturen mit Lochpunktschweissung.
  • Fürs Verzinnen darf an der Reparaturstelle aber keine Punktschweissfarbe verwendet werden .
  • Die zu verzinnenden Stellen müssen metallisch blank sein .

Benötigt wird:

  • Karosseriezinn in Stäben (Zinn -Blei Legierung).
  • Zinnstaubfarbe
  • Paraffin (Trennmittel)
  • Verschiedene Holzspatel zum Formen des Zinns
  • Gaslötpistole oder Schweissbrenner mit weicher Flamme .
  • Flanell-oder Leinenlappen .
  • Karosseriefeile und oder Flex

So gehts

  • Zu verzinnende Fläche bzw Naht ganz mit Zinnstaubfarbe einstreichen .
  • Die Farbe mit der Lötpistole erwärmen ,bis sich eine silbrig glänzende Schicht bildet.
  • Noch warm mit nem Leinen oder Flanelllappen abputzen .
  • Auf diese Zinnschicht wird dann der Stangenzinn aufgetragen .

Achtung ! der Zinn ist warm genug ,wenn er anfängt, silbrig zu glänzen .

  • Zinnstange am anfang erwärmen ,bis der Zinn fliessfähig ist .,
  • Zu verzinnende fläche erwärmen und den Zinn darauf abstreifen .
  • Es muss immer die richtige Temperatur von Fläche und Zinn getroffen werden ,damit sich der Zinn

mit dem Blech verbindet .

Bei Anfänger ist normal immer mehr Zinn auf dem Boden als auf dem Blech. Ist ganz einfach ne Erfahrungssache ,die mann trainieren kann . Zinn NICHT zu heiss machen

Solange Zinn auf das Blech auftragen ,bis die Menge zum Ausfüllen der Unebenheiten langt.

  • Jetzt kommt der Spatel .aus holz (gibts als Zubehör )
  • Paraffin warmmachen und Spatel beschichten ,damit das Zinn nicht anhängt.
  • Wenn das Zinn anfängt ,anzuhängen ,neu beschichten .
  • Zinn auf dem Blech immer nur punktuell warmmachen und verstreichen .
  • NICHT zu heiss machen ,es läuft dann sofort weg.
  • Da bei der Lötpistole auf geringe Wärmezufuhr(weiche Flamme ) achten .
  • Damit nicht nachgezinnt werden muss ,besser etwas mehr Zinn auftragen .

Zinnschicht dann plan bearbeiten .am besten mit grober Karosseriefeile . Kann auch mit der Flex geshcliffen werden. dabei jedoch ACHTUNG . Karosseriezinn enthält auch Blei. Der Schleifstaub ist nicht gesundheitsfördernd .

Wenn richtig gezinnt und geschliffen wird ,braucht da kaum gespachtelt zu werden .

  • Zinnstaubfarbe enthält salzsäure
  • Nach dem Zinnen SOFORT da mit Wasser abwaschen und trocknen .Es entsteht sonst Rost.
  • Die Rückseite muss auch abgewaschen werden ,danach(nach dem trocknen ) grundieren .
  • Wenn unzugänglich,sofort hohlraumkonservieren .

Was absoluter Pfusch ist:Rost teilweise abschleifen und drüberzinnen . Es rostet dann untendrunter weiter

Silberlot=

  • Gibt höher belastbare Verbindungen als Weichlot.
  • Es muss jedoch mit ca 600 ° gelötet werden .
  • Für Kühler löten (Gefahr des Auslötens )nicht geeignet.
  • Flussmittel immer am Lötstab .

Hartlöten

  • Löten mit Messinglot bei 800-850 °Temperatur .
  • Flussmittel (Borax)normal immer mit Hartlötstab .
  • Nur für Teile geeignet ,die gefahrlos auf diese Temperatur gebracht werden können .
  • z.b Einlöten einer Mutter für Öltemperaturgeber in die Ölwanne .
  • die Hartlöttemperatur ist richtig ,wenn das Hartlot fliesst und sich mit dem Werkstück verbindet .
  • Schweissbrille benutzen .
  • Da ne normale Gaslötpistole nicht auf die richtige Temperatur kommt,da immer mit Schweissbrenner löten .

Das früher praktizierte Hartlöten von Karosseriefugen wird heute nicht mehr gemacht.

  • zu hohe Wärmeeinbringung in die Karosserie.


Schweissen

Es gibt da folgende Möglichkeiten .

Autogen(Gasschmelz)schweissen

  • Verbindung von Werkstücken (Blechen ) durch Zuführung von Material(Schweissdraht)in eine Schmelze *von ca 1200 ° .
  • Trainingsintensiv .man braucht da etwas Erfahrung dazu.
  • Zur Karosserieinstandsetzung nur für nichttragende Teile geeignet.
  • Tragende Teile dürfen aufgrund der Versprödung bei Erhitzung NIEAutogen geschweisst werden .

Eigentlich nur für Profis geeignet.

Schutzgasschweissen

Es gibt MIG und MAG Schweissen . Bei beiden wird ein Schweissdraht unter dem Schutz eines Gases über einen Lichtbogen mit dem Werkstück verschweisst.

MAG : Metall Aktiv Gasschweissen

Dabei hat das Schutzgas einen Einfluss auf die Naht. Schutzgase : Gemische aus CO ²,Argon und anderen Edelgasen . Die Naht wird damit härter (Aufkohlung)und höher .

MIG: Metall Inert Gaschweissen

Dabei wird ein inertes Gas (ohne reaktion) wie z,b Argon verwendet .Flache Nähte ,aber hoher Gasverbrauch .Und reines Argon ist teuer.

WIG :Wolfram Inert Gasschweissen

Dabei wird mit Argon über eine Wolfram Elektrode ein Lichtbogen erzeugt,in den das Schweissgut per Stab dazugeführt wird .Damit ist von Guss bis Alu alles schweissbar. Jedoch schon aufgrund des Preises reines Profigerät.

Wiederstandspunktschweissen

Die Schweissart ,mit der im Werk die Karosserien verschweisst werden . Mit der Puntschweisszange werden durch Druck und Wiederstand Bleche ohne Materialzugabe verschweisst. Es könne damit nur doppelte Bleche (Falze )verschweisst werden . Die Optimale Art für originalgetreues Restaurieren . Nachteil emoticonie zu verschweissenden Bleche müssen von beiden Seiten gut zugänglich sein . z. B für Schweller optimal. Die Bleche müssen dazu entweder metallisch blank sein oder mit ner Schweissfarbe (hochhitzefeste stromleitende Grundierung )beschichtet sein . Auch gut für verzinkte Bleche geeigent. Das Zink schmilzt und legt sich als Schutz wieder über den Schweisspunkt.


Empfehlenswert für den Hobbybereich :ein gutes MAG -Schutzgasschweissgerät. Das langt auch zu Karosserieinstandsetzungen . Es muss kein Profigerät(Rehm z.b ) sein . Auch in Baumärkten bekommt man für den Hobbybereich gut geeignete Geräte .

Worauf man Achten sollte :

  • Am besten von 380 auf 220 Volt umschaltbar .
  • Mit 150 -170 Ampere Leistung
  • Möglichst hohe Einschaltdauer
  • Extra einstellbarer Drahtvorschub .
  • Wenn möglich ,mit einstellbarer Punktschweissautomatik .
  • Manometer Gasdruck und Druckminderer mit Uhr sollten vorhanden sein .
  • Als Preis sollte mann etwa 5-700 Mäuse rechnen .

Zubehör

  • Schweissdraht in Rollen ,empfehlenswert : 0,8 mm für Karosserieinstandsetzung.
  • Reservekontaktröhrchen .
  • Düsen .
  • Punktschweissdüsen mit Zapfen zum Andrücken .
  • Silikonfreies Schweissspray .verhindert Anhaftung von Schweisspritzer an der Düse
  • Diverse Schweisszangen zum Klemmen der Bleche .
  • Kupferblech zum Unterlegen bei dünnen Blechen .
  • Tafelblech. ab 1 mm .
  • Für Ersatz tragender Teile 1,5 mm .
  • Zur Karosserieinstandsetzung optimal:verzinktes Blech.
  • Es schweisst sich jedoch etwas schlechter.
  • Schweisserhelm .mit dunklen Gläsern .
  • Absetzzange
  • Lochpunktzange

Vorsicht !NIE ohne Schweisschutz schweissen Nie in den Lichtbogen sehen .

Wer sich einmal die Augen verblitzt hat,weiss dann ,warum ich das sage

Was und Wie Schwiessen

  • Zur Karosserieinstandsetzungen hat der TÜV bestimmte Vorstellungen .
  • Es soll zumindestens die vorherige Festigkeit erhalten bleiben .
  • Einschweissen von Blechen (Abschnittsreparatur )NUR mit Absetzen und Lochpunktschweissen
  • Durchgeschweisst darf nur da werden ,wo vorher ab werk auch vollnaht geschweistt wurde .
  • Durchschweissen nach Vertärkung durch Lasche ist auch zulässig.
  • Empfiehlt sich speziell bei Abschnittsreparatur Schweller .
  • Einschweissen von Blechen stumpf im Pilgerschritt ist auch zulässig
  • Dabei jeweils mit 3-4 cm entfernung punkten ,bis die naht voll ist.
  • Zulässig ,weil dabei geringe wärme eingebracht wird .
  • Empfehlenswert : mit Kupferblech zu Wärmeableitung unterlegen ..

Wie lerne ich schweissen ? In jeder Stadt bietet die Innung oder die Handwerkskammer Schweisslehrgänge an . Oder man kennt jemand ,der es kann und lässt es sich zeigen . Empfehlenswert : Die Lehrgänge der Fzg-Akademie Schweinfurt .

Wissen kann man sich auch anlesen Empfehlenswert : Die Karosserie von Olving.

  • ISBN -nummer 3-613-01073-9.
  • Da wird auch für Laien gut verständlich alles behandelt ,was mit Karosserieinstendsetzung zu tun *hat.

Typische Anfängerfehler

Lichtbogen zündet nicht

  • schlechte Masse
  • Schweisspannung zu gering
  • Farbe oder Rost auf der Oberfläche

Auch wenn's immer wieder versucht wird :Rost ist elektrisch nicht leitend und damit Nicht schweissbar

Poröse Schmelze

  • Sauerstoffzutritt zum Schweissgut.
  • zu wenig Schutzgas,normal 1,5 -2 bar am Druckminderer einstellen

Naht durchgebrannt

  • Zu langsame Brennerführung
  • Zu hohe Schweissspannung

Löcher bei Lochpunktschweissung

  • oberes Blech nicht richtig angedrückt.
  • Zu hohe Schweisspannung.

Lichtbogen brennt bis in die Düse

  • Zu geringer Vorschub des Drahts

Draht stösst in die Schmelze

  • Zu hoher Vorschub des Drahts

Naht zu hoch

  • zu langsame Brennerführung.

Im Prinzip gilt: eine gute Schweissung ist ne Kombination aus richtiger Brennerführung, genügender Stromstärke und ausreichend Schutzgas mit richtiger Drahtgeschwindigkeit.

Wenn alles stimmt ,hört man beim Nahtschweissen ein gleichmässiges Rauschen .

TIP! Bevor mann an eine Karosserie geht,auf nem Probeblech versuchen ,möglichst gute Nähte zu schweissen .dabei kann auch mit Brennerführung , Stromstärke und Vorschub die richtige Einstellung ausprobiert werden .

  • die Naht ist i.o ,wenn auch auf der Rückseite des Blechs richtig durchgeschweissst ist.

ansonsten Spannung zu gering.Schlechter Einbrand dann .

Schweissen von verzinkten Blechen

bei Schweissen von verzinkten Blechen kann es zu sogenanntem Zinkfieber kommen .

  • Verbrennendes zink ist gesundheitsschädlich
  • also da bitte den Rüssel nen halben Meter weg beim Schweissen .

Tip : zum Lochpunktschweissen von verzinkten Blechen vorher gelochtes Blech auflegen und Löcher anzeichnen . Mit Dremel dann da das Zink wegschleifen .zündet besser und gibt weniger Gestank.

Vielspass beim schweissen . Grüsse uli





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