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Getriebe heult

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Gets Around
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Hallo liebe Volvo-Gemeinde,
bei meinem Schneewittchensarg, Baujahr 71, B20F, M41 J Overdrive-Getriebe, tritt nur im kalten Zustand ein Heulen und Pfeifen auf, warm gefahren ist es vollständig weg. Kam recht plötzlich. Ich habe mal das Öl gewechselt, leider sind die Geräusche nicht ganz weg. An der Ölablassschraube waren feine Späne, aber ich weiß nicht, wann da das Öl zuletzt gewechselt wurde. Vorlegewelle? Synchronringe? Lager? Das Geräusch tritt nicht im Schiebebetrieb oder Leerlauf auf, sondern nur bei Last und auch nur die ersten fünf-acht Minuten Fahrt.
Was meint Ihr
Gruß
Axel

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Hallo Axel,
in allen Gängen oder im 4. nicht? Wenn das Geräusch nur in den ersten drei Gängen auftritt, ist es die Vorgelegewelle. In allen 4 Gängen kann ich dir nicht weiter helfen
Gruss Michael

Gets Around
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Hi Michael,
nur in den ersten 3 Gängen und nur kalt. Gänge schlaten sich astrein und bleiben auch drin. Wie viel kostet so eine Getrieberevision circa? Gibt es eine Empfehlung im Rhein-Main-Gebiet? Wie lange kann man damit fahren?
Gruß + Dank
Axel

Gets Around
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Hallo Axel,

Wie lange kann man damit fahren?
Hier fehlen die Erfahrungswerte und das genaue Schadensbild um dir eine verlässliche Antwort auf deine Frage zu geben.

Wie viel kostet so eine Getrieberevision circa?
Sehr überschaubare Preise der Ersatzteile, wenn die Lagernadeln und/oder die Welle des Vorgeleges betroffen sind.
Unbezahlbar, wenn die Lagerflächen des Vorgeleges selbst betroffen sind. Ein neues Vorgelege gibt es nicht mehr.

Zur Schadensfeststellung wirst du um eine Zerlegung des Getriebes nicht herum kommen.
Kann man ohne Spezialwerkzeug und mit etwas Geschick selbst machen.

Eine gute Anleitung hierzu findest du in der Wissensdatenbank unter Kraftübertragung.

Gruß
Micha

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Hallo Axel,
zu den Ausführungen meiner Vor"redner" noch eine kleine Ergänzung: Wenn das Getriebe zerlegt ist, bitte auch die Bohrungen zur Aufnahme der Vorgelegewelle auf Ovalität prüfen. Wenn die Bohrungen oval,bzw ausgeschlagen sind,wirst du nicht lange Freude an einer evtl.Reparatur haben und dein Getriebe wird auf ewig mit Ölverlust an jenen Stellen zu kämpfen haben.
Ich wundere mich nur gerade darüber, dass die Geräusche im warmen Zustand weg sind, das kenne ich eigentlich eher andersherum....
Lycka till
Roy
Editiert am Sat 14. Sep. 2019, 10:50:48 von Sstrayy

Gets Around
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Vielleicht erstmal das Ölwechseln.

Habe bei mir auch Geräusche in den ersten drei Gängen.
Aber kein Heulen sondern eher ein dumpfes Wummern.

Es ist nach Wechsel des Getriebeöls bisschen leiser geworden. Aber nicht weg.

Ich vermute bei mir auch auf Vorlegewelle....

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Moin

Ich mische mich mal in die Diskussion mit ein.
Mein Getriebe heult auch im 1-3 Gang. Da ich fast nur Landstraße fahre ist es noch nicht so wild (gemütlich im 4. Gang)

1) Ich habe bisher 2 intakte Ersatz - M40 zerlegt, bei jedem ist das Lager des Vorgelege angegriffen.
2) Die Suche nach einem M40 / 2 war bisher vergeblich

3) In einer de letzten Motor Klassik war die Möglichkeit des Laserschweißens beschrieben, Kosten 100€/ pro Stunde + Nacharbeiten auf der Drehbank. Somit kommt die Reperatur bestimmt auf 200€.

Hat hier einer Erfahrungen oder Meinungen dazu, ob das ein sinnvoller Weg ist?!

Vielen Dank und viele Grüße

Dirk

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Moin,
also, ich habe nun alles noch mal durchprobiert nach einem kompletten Getriebeölwechsel. An der Ablassschraube waren übrigens nur ganz kleine feine Späne, das Öl war nicht schwarz sondern wirkte optisch eigentlich fast wie neu. Das Heulen ist leider nicht besser geworden.

Ich muss mich allerdings korrigieren  : Es tritt auch im ausgekuppelten Zustand ohne Last auf, zum Beispiel beim bergab rollen. Da ich am Hang wohne und nur beragauf losfahren kann und es oben angekommen aufhört, dachte ich, es sei nur unter Last. Wie gesagt, hört sich echt schräg an, ein wimmerndes Heulen, und sobald man ein paar Meter gefahren ist, ist es weg.

Kann es das Kardanmittellager sein? Oder ein anderes Lager? Differntialöl ist auch neu und Altöl sowie Ablassschraube ohne Befund.
Gruß
Axel

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Wenn es das Kardanmittellager wäre, wäre das Heulen in allen 4 Gängen zu hören und nicht nur in 1 bis 3. oder ???

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tja, bis ich in den vierten Gang bei unserer Topografie komme, ist es weg. Ich lass das Lager einfach mal austauschen, ist ja kein großer Akt.

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... bei meinem Amazon hat sich das verschlissene Kardanmittellager eher durch ein Rasseln zwischen den Sitzen bemerkbar gemacht.

Gruß
Kay

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Hallo!

Nicht aufs Thema aber auf Dirks Frage bezogen!

Dirk 234
3) In einer de letzten Motor Klassik war die Möglichkeit des Laserschweißens beschrieben, Kosten 100€/ pro Stunde + Nacharbeiten auf der Drehbank. Somit kommt die Reperatur bestimmt auf 200€.
Hat hier einer Erfahrungen oder Meinungen dazu, ob das ein sinnvoller Weg ist?!

Die Möglichkeit des Laserschweißes kenne ich nicht, sicher ein neueres Verfahren, aber ich kenne das Auftragflammspritzen. Dieses Verfahren gibt es schon lange und wird bei der Reparatur von teuren Bauteilen verwendet, z.B. den verschlissenen Lagersitz einer Riesenwelle von einer Presse. Während die Welle als Ersatzteil Unsummen kostet, kostet ihre Reparatur nach dieser Methode nur einen Brauchteil.

Wo Bauteile herstellt werden kommt es unweigerlich auch zu Ausschuß, weil die Produktionsmaschine gerade eingerichtet wird, sie aus irgend einem Grund fehlerhaft arbeitet oder weil Menschen Fehler machen. Bei der Fertigung von teuren Bauteilen, nehmen wir als Beispiel die Steckachsen wie sie millionenfach gefertigt und auch in den starren Hinterachsen unserer Volvos stecken, wird mit jedem Arbeitsgang das Teil etwas teurer, zum Ende hin zu teuer um es einfach in den Ausschusskübel zu werfen. Als einer der letzten Arbeitsgänge werden die Lagersitze geschliffen, kommt es dabei zu Ausschuss, also sind ins Minus geschliffen, wurden/werden die Teile gesammelt und überarbeitet. D.h. der Lagersitz wird an einer Außenrundschleifmaschine mehrere Zehntel ins Minus geschliffen, anschließend die zu glatte Oberfläche, während alles andere geschützt wird, durch Sandstrahlen aufgeraut, an einer anderen Maschine durch das Drahtflammspritzen auf Übermaß aufgespritzt und anschließend auf das korrekte Maß geschliffen.

Dies geht natürlich auch bei Einzelteilen von Oldtimern in Firmen die darauf spezialisiert sind.

Hier eine von vielen!

https://www.coating-center.de/index.php?option=com_content&view=article&id=15&...

Dies ist also ein sinnvoller Weg Dirk, Bauteile, die es nicht mehr gibt oder sehr teuer sind, zu überarbeiten. Für eine Welle von einem M40 lohnt es sich nicht, denn davon gibt es noch genug. Aber für eine Hauptwelle von einem M41 lohnt sich das auf jeden Fall, denn diese gibt es nicht mehr für Geld und gute Worte und keiner wird eine intakte Hauptwelle von einem M41 ausbauen um ein anderes damit zu reparieren. Vor Jahren haben ein Volvoschrauber und ich mal einige M41-Wellen nach dieser Methode aufarbeiten lassen, den Schrauber und den Betrieb gibt es aber nicht mehr.

Hier ein Filmchen, der Spruch am Anfang ist gut!

https://www.youtube.com/watch?v=HcV3xWvFMlU

Noch ein Tipp! Gut ausgerüstete Sandstrahlbetriebe haben auch so eine, von Hand geführte, Flammspritzanlage und können direkt nach dem Strahlen die blanken Teile mit Zink flammspritzen. Während galvanisches verzinken nur eine Schichtdicke von wenigen Tausendstel Millimeter hat und Bauteile bald wieder rosten, es beim Feuerverzinken zu Verzug durch die hohen Temperaturen kommt, hat das Flammspritzen ein hohe Schichtdicke ohne das es zu Verzug kommt. So sind einige Bauteile meines Amazon durch das Zinkspritzverfahren, wie Vorderachsträger, obere und untere Querlenker, die Ankerbleche der Hinterachse und die Kronprinzfelgen, schon viele Jahre geschützt. Auch Gussabgaskrümmer lassen sich so für lange Zeit schön machen.

Hier hatte ich den Abgaskrümmer flammspritzen und die Zierleisten des Amazon polieren lassen!
Wie immer bei mir, alles schon viele Jahre her!

http://www.ccb-gmbh.com/index.php?id=14

Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Thema bringen und beste Grüße

Bernhard
Editiert am Wed 18. Sep. 2019, 10:35:26 von Börnaut

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Guten Morgen Bernhard. Danke für den interessanten Beitrag, die Links merke ich mir gleich mal!
Übrigens gab es die Getriebehauptwelle für die M41 Getriebe mit D und J-Typ Overdrive vor kurzem wieder. Wie ich sehe, scheint das Teil aber bei dem ein oder anderen Händler schon wieder ausverkauft zu sein.
Grüße Roy
Editiert am Wed 18. Sep. 2019, 12:36:25 von Sstrayy

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Hallo Roy, hallo Forum!

Eine Firma nicht allzuweit von uns!

https://www.youtube.com/watch?v=hIlbV9xqjes

Da es keine neuen Hauptwellen für M41 mehr gibt werden, davon bin ich überzeugt, die Wellen von den Firmen die M41 reparieren nach dieser Methode aufgearbeitet.

Die Königsdisziplin ein Bauteil, z.B. die Hauptwelle eines M41 zu retten ist das Hartverchromen. Auch hier wird der Lagersitz unter Maß geschliffen, das Werkstück oder nur ein Teil davon in einen Schutzlack getaucht, der Lack nach dem aushärten an der Stelle die aufgechromt werden soll entfernt und das Teil galvanisch über Maß hartverchromt, anschließend wieder auf das erforderliche Maß geschliffen. Ein nach dieser Methode überarbeiteter Lagersitz ist nahezu verschleißfrei, für die Ewigkeit!

https://www.spezialhartchrom.com/hartverchromen

Hier könnte man die Welle auch schleifen lassen!
Klickt mal unter Weitere Themen: Rundschleifen und Lichtbogenaufspritzen an!

http://www.kreft-hartchrom.de/hartchrom.htm

Hier fällt auch das Wort Laserauftragschweißen!

https://www.konstruktion-entwicklung.de/reparatur-statt-stillstand

Einige Praxisbeispiele, unter anderem auch für eine Schweizer Firma aus den Oldibereich!

https://www.hartchromwerk.ch/impressionen/

Gruß Bernhard
Editiert am Wed 18. Sep. 2019, 13:08:09 von Börnaut


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