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Zweikreis-Hauptbremszylinder überholen!

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Forum Vet
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Hallo!

Normalerweise halte ich überhaupt nichts davon einen Hauptbremszylinder zu überholen, kostet ein neuer bei Buttkereit doch gerade mal 99 Euro. Aber ich habe ihn erst vor drei Jahren und wenigen Tausend Kilometern eingebaut und es war noch ein NOS-Teil vom Originalzulieferer ATE. Aber das schönste Neuteil nutzt anscheinend nichts wenn es schon mehr als 30 Jahre liegt und die Dichtmanchetten vermutlich durch die Zeit Schaden genommen haben, hart geworden sind. Er ist undicht und an der schön lackierten Unterdruckdose ist durch die Bremsflüssigkeit der Lack teilweise aufgeweicht. Die Bohrung ist absolut sauber ohne jegliche Beschädigung und so habe ich mir gedacht probierst es mal mit einem Überholsatz für 15,18 Euro.

Jetzt liegt die ganze Bescherung vor mir und ich blicke nicht so richtig durch. Die Teile 1 und 2 auf dem ersten Bild lassen die sich noch weiter zerlegen und wenn ja wie? Oder muss ich tatsächlich die neuen Manschetten über die fast gleich großen Durchmesser davor und dahinter drüberquälen mit Schraubenzieher usw? Ich habe bedenken dass diese bei so einer Aktion schon beschädigt werden können?

Auf dem zweiten Bild sieht man die 5 neuen Dichtmanschetten die ersten vier von rechts sehen gleich aus während die Fünfte links eine etwas andere Form hat. Ist das korrekt so und wo gehört sie hin oder hat man ein mal ins falsche Fach gegriffen?

Auf den dritten Foto sieht man die Seite vom Ersatzteilkatalog, dort haben die Teile zweimal die Nummer 19, zweimal 22 und einmal 27 ??

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DSC00491.JPG

DSC00493.JPG

Für hilfreiche und tröstende Kommentare jetzt schon vielen Dank

Bernhard

Gets Around
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Guten Morgen Bernhard,

ich habe vor ein paar Jahren den HBZ meiner Amazone auch überholt und kann dich zumindest soweit beruhigen: Die Kolben des HBZ lassen sich nicht weiter zerlegen, man muss (wie du schon vermutet hast) die neuen Manschetten vorsichtig über die Durchmesser ziehen. Es ist zwar fummelig, geht aber tatsächlich ohne Beschädigung und ist bei mir bis heute dicht und funktioniert. Hilfreich ist, ein wenig Bremsflüssigkeit auf alle Teile aufzubringen damit es besser flutscht.
Bei deiner zweiten Frage kann ich leider nicht weiterhelfen, bei mir waren damals alle Teile passend und wenn ich unter gcp.se beim Kapitel 5, Bremse, schaue, sieht das alles anders aus als bei dir auf dem untersten Bild.

Wünsche auf jeden Fall gutes gelingen!

Grüße
Olli
Läuft der Oldie schön rund - freut sich der Mensch

Forum Vet
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Guten Tag Bernhard!

"drüberquälen mit Schraubenzieher usw?" Wer Dichtungs- oder O-Ringe so verbaut, muss sich nicht wundern, wenn nach kurzer Zeit wieder Revisionsarbeiten anstehen und über schlechte Qualität lamentiert wird.

Ich weiss, Du hast nur gescherzt, doch bedenke, dieses Forum wird auch von Jung-Schraubern gelesen.

Gruss
jean
1800E (1971) - 122S (1964, 1970) -PV 54408 (1960) - 780 (1988, 1991)

Gets Around
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Hallo Bernhard,
welche Dichtung wo hinkommt kann ich auch nicht sagen.
Die Gummieteile kann man vor der Montage in heißes Wasser einlegen.
Dadurch werden sie weicher und lassen sich besser aufziehen.
Blaue ATE Paste hilft zusätzlich.
Volker
123 GT - V70 D5 Polestar

Forum Vet
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Hallo Bernhard,
vergleiche die alte und neue Dichtmanchetten mal (alte abmachen), wahrscheinlich klärt sich alles dann (eventuell gibt es keine Unterschiede).
Die neue drauf bekommen ist schon lästig, aber mit Bremsenpaste hat es bei mir geklappt. Darauf achten, dass man bei der 1 die linke Manchette von links aufzieht, sonst flutscht diese zuerst in der rechten Nut und muss man schauen, wie man sie da wieder unbeschädigt heraus bekommt.
Viel Erfolg,
Rudi

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Hallo!

Die erste Frage ist geklärt, die beiden Kolben lassen sich nicht weiter zerlegen, danke Olli. Natürlich werde ich die Manschetten nicht mit einem Schraubenzieher oder ähnlichem drüber quälen, so arbeite ich nicht Jörg, sondern mit größter Vorsicht und werde etwas aus Kunststoff zu Hilfe nehmen.

Ich habe heute Morgen bei Buttkereit angerufen und die zweite Frage ist auch geklärt. Nach einem Blick ins Regal wurde mir bestädigt, dass die anderen Sätze auch so bestückt sind. Beim weiteren zerlegen werde ich sehen wo die einzelne Dichtung hingehört. Ich besorge jetzt die blaue ATE-Paste und dann gehts weiter!


Besten Dank für eure Beiträge

Bernhard

Edit: Auch dir besten Dank Rudi!
Editiert am Wed 15. May. 2019, 12:34:51 von Börnaut

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Ausreichend für ein Schrauberleben und zu 99 Prozent aus pflanzlichen Ölen. Ergo kann bis ins hohe Alter in der Werkstatt Bier und Leberkäse (Ösi für Fleischkäse) konsumiert werden.

(1)
http://www.networksvolvoniacs.org/index.php/Spezial:AWCforum/st/id8056/Montagehilfe_HELLER...

BTW: Der 1800ES ist bis auf die Einstellung der Lenkeinschlagbegrenzer fertig.

Gruss
jean
Editiert am Sat 18. May. 2019, 8:57:51 von Jean

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Guten Morgen!

Alles schon seit zwei Tagen fertig und es ging leichter als gedacht, wieder etwas dazu gelernt und um eine Erfahrung reicher! Ich habe dann einfach einen Kabelbinder zu Hilfe genommen, Manschette etwas in den Einstich drücken, halten, drüber ziehen und den Kabelbinder rausziehen. Na wenn das nicht schonend ist  ? Was mich wundert sind die Ablagerungen im Vorratsbehälter, ganz wenig nur so ein Schatten, ich habe ihn vor drei Jahren penibel sauber gemacht und es wurde mit viel Bremsflüssigkeit durchgespühlt und entlüftet? Die Bremsflüssigkeit steht doch still und es bewegt sich nur etwas beim Bremsvorgang, Abrieb von den alten Manschetten? Ablagerungen im System werden doch nicht von unten hochgespühlt?

DSC00497.JPG

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Fertig und gestern eingebaut!

DSC00501.JPG

Jean wenn man die 1 anklickt ist nichts zu sehen, nur "Ungültiger Titel"?

Gruß Bernhard

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So könnte es lesbar sein.

http://www.networksvolvoniacs.org/index.php/Spezial:AWCforum/st/id8056/Montagehilfe_HELLER...

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Hallo Bernhard,

der schwarze Schmodder ist tatsächlich Abrieb Deiner verhärteten Manschetten.
Zwischen dem HBZ und dem Ausgleichsbehälter kommt es nach dem Bremsen zum Volumenausgleich der erwärmten und dadurch mit niedrigere Dichte behafteten Bremsflüssigkeit. So kann ein Teil des Drecks nach oben kommen.
Viel schneller geht es allerdings wenn Du die Kolben an den Sätteln zurückdrückst.
Die dreckigste Brühe sitzt im HBZ und an den Kolben der Sättel, dort bebewen sich Gummi- und Metallteile gegeneinander.

Grüße
Markus

(der zukünftig immer eine Notration der Bundeswehr im Handschuhfach hat)

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Hallo!

Eine Frage habe ich noch! Die kleine Schraube mittig oben auf dem Hauptbremszylinder habe ich, nachdem wieder alles im Zylinder war, als letztes reingedreht. Ist das so korrekt? Eigentlich logisch, aber ich frage deshalb weil ich beim reindrehen etwas Widerstand gespürt habe, als wenn sie unrund wäre, also eine halbe Umdrehung ganz leicht, eine halbe etwas schwerer. Ist der kleine Durchmesser an der Schraube nur etwas außermittig oder schruppt sie innen an etwas entlang?

Danke Markus!

@ (der zukünftig immer eine Notration der Bundeswehr im Handschuhfach hat)

Du glaubst doch nicht dass ich mit einem überlagerten EPA der Bundeswehr zufrieden bin? Also es muss schon was gescheites sein  !

Gruß Bernhard
Editiert am Mon 20. May. 2019, 2:46:53 von Börnaut

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Hallo Bernhard,

die Schraube ist Dein Anschlag für den hinteren Kolben in Lösestellung
Der kleine Stift der Schraube sitzt in dem Raum zwischen den Nummern 26 und 27.
Wenn Du die Schraube eindrehst solltest Du den hinteren Kolben 5mm nach vorne drücken, dann reibt nichts.
Vermutlich hast Du den vorderen Bund des hinteren Kolbens touchiert.

Grüße
Markus


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